Aktuelles
Schloss Kapfenburg in „Expedition in die Heimat“
Der SWR hat mit Moderation Annette Krause für eine Folge „Expedition in die Heimat“ bei uns gedreht. Das Ergebnis gibt’s am 22. Mai im SWR Fernsehen zu sehen.
Die Burgen und Schlösser auf der Schwäbischen Alb sind lebendige Orte voller faszinierender Geschichten. SWR Moderatorin Annette Krause begibt sich in der Folge „Burgen und Schlösser auf der Alb“ auf eine Reise zu eindrucksvollen, traditionsreichen Gemäuern und trifft dort Schlossherren, Künstlerfamilien und Menschen, die diese historischen Orte mit Leidenschaft bewahren und neu beleben.
Eine der Stationen ist das ehemalige Deutschordensschloss Kapfenburg. Dort findet beim Besuch des Filmteams der D2-Lehrgang des Blasmusikverbands Ostalbkreis statt. Bei strahlendem Sonnenschein werden die Proben und das Abschlusskonzert spontan in den malerischen Schlossinnenhof verlegt – echtes Festivalfeeling im Frühling.
Außerdem begleitet Annette Krause eine Kinderschlossführung mit Sonja Heinen und spricht mit Akademiedirektor Moritz von Woellwarth über die Internationale Musikschulakademie.
Freitag, 22. Mai 2026, 20.15 Uhr, SWR Fernsehen
Expedition in die Heimat | Burgen und Schlösser auf der Alb
Die Folge ist im Anschluss auch in der ARD Mediathek verfügbar
www.ardmediathek.de/swr
„piccolino“-Lehrkräfte ausgebildet
Die bundesweit ersten sieben piccolino-Lehrkräfte haben erfolgreich ihre Weiterbildung abgeschlossen.
„piccolino“, das ist unser neues Projekt, bei dem sich alles um Prävention und seelische Gesundheitsförderung an der Grundschule dreht. Mitte März haben die bundesweit ersten sieben piccolino-Lehrkräfte erfolgreich ihre Weiterbildung abgeschlossen.
Die musikpädagogischen Inhalte von „piccolino“ sind für die 1. und 2. Grundschulklasse konzipiert, also Kinder im Alter von etwa sechs bis acht Jahren. Eine Zeit, in der viele neue Eindrücke auf sie einprasseln: Schuleintritt, neue soziale Strukturen, erste Leistungserfahrungen. Das kann ganz schön herausfordernd sein. „piccolino" fängt die Kinder hier auf. Und was noch viel wichtiger ist – es bereitet sie auf das weitere Leben vor.
Fröhlich, bunt und bewegt: der „piccolino“-Unterricht
Das Projekt basiert auf Methoden der Elementaren Musikpädagogik, das heißt der wichtigste Baustein ist die Musik. Jede Stunde beginnt mit einem Begrüßungslied, dem „piccolino“-Song. Es folgen rhythmische Spiele und kleine Bewegungseinheiten. Die Kinder experimentieren mit Orff-Instrumenten wie Rasseln, Trommeln oder Boomwhackers und sammeln so wertvolle musikalische Erfahrungen. Und dann wird da noch ganz viel getanzt, gemalt und gemeinsam musikalisch gestaltet. Die Themen variieren von Stunde zu Stunde. Mal geht es um Freundschaft und Schule, mal um Gespenster, Tiere, die Natur oder ferne Länder. Vor jedem Pausengong wird nochmal gemeinsam gesungen: „Wir sind die piccolino-Bande und, das sag ich nur am Rande, wir sind supercool.“
Durch die Verbindung all dieser Elemente leistet „piccolino“ einen wichtigen Beitrag zur ganzheitlichen Entwicklung von Grundschulkindern. Spielerisch werden wichtige Schutzfaktoren für die seelische Gesundheit, wie beispielsweise Selbstbewusstsein und emotionale Ausdruckskraft, gestärkt. Aber auch Faktoren wie Empathie, Stressbewältigung, lösungsorientiertes Handeln und soziale Kompetenzen werden gefestigt. Das Projekt stärkt die Kinder, setzt kreative musikalische Impulse und gibt ihnen Werkzeuge an die Hand, um achtsam mit sich selbst und anderen umzugehen.
Wertvoller Beitrag zur Schulentwicklung
Das Besondere an „piccolino“ ist die Verbindung von Musik und Prävention. Zwei Bereiche, die oftmals getrennt betrachtet werden, in der Praxis jedoch ganz hervorragend zusammenpassen. So zeigen Studien, dass musikalische Aktivitäten Stress reduzieren, die Konzentrationsfähigkeit steigern und das soziale Miteinander verbessern können.
Das Projekt eignet sich hervorragend für den kommenden Ganztagesunterricht an Grundschulen. Außerdem zeigen die in „piccolino“ erarbeiteten Inhalte musikalische Impulse für die im baden-württembergischen Bildungsplan formulierten Handlungsfelder der Leitperspektive „Prävention und Gesundheitsförderung“ auf. Entwickelt wurden die Inhalte von musikpädagogischen Fachkräften. Die vor Projektstart durchgeführten Modellphasen wurden von der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd wissenschaftlich auf ihre Wirksamkeit evaluiert.
Musik- und Grundschule Hand in Hand
Für die Umsetzung von „piccolino“ ist eine Kooperation zwischen einer Musikschule und Grundschule erforderlich. Nach abgeschlossener Fortbildung wird im Februar 2027 mit der praktischen Umsetzung von „piccolino“ gestartet. „piccolino“ wird im Tandem aus „piccolino“-Lehrkraft und Grundschullehrkraft wöchentlich für eine Schulstunde durchgeführt. Die kontinuierliche Umsetzung im Schulalltag unterstützt die nachhaltige Stärkung der Ressourcen und Stressbewältigungskompetenzen von Kindern an teilnehmenden Schulen.
Die ersten piccolino-Lehrkräfte bundesweit
Sieben Musikfachkräfte aus Baden-Württemberg und Bayern haben sich seit 2025 in vier Fortbildungsmodulen auf Schloss Kapfenburg weiterbilden lassen. Einige der Lehrkräfte sind bereits im Bereich der EMP (Elementare Musikpädagogik) tätig, andere haben bis jetzt Erfahrungen in instrumentalen Kleingruppen gesammelt.
Fortbildungsinhalte & Dozierende
Die Fortbildungsmodule sind ihren Schwerpunkten nach benannt und legen ihren Fokus auf die Themen: Grundlagen der Elementaren Musikpädagogik, Präventive Wirkungsweisen der Elementaren Musikpädagogik auf die seelische Gesundheit, Pädagogische Grundlagen im Umgang mit Gruppen und erweiterte Musikpraxis. Die Inhalte wurden von einem Team aus Fachkräften vermittelt. Darunter waren unter anderem Prof. Andrea Friedhofen (Professorin für Elementare Musikpädagogik am LMC Augsburg) und Prof. Dr. Carl-Walter Kohlmann (Professor für Pädagogische Psychologie und Gesundheitspsychologie an der PH Schwäbisch Gmünd).
Innerhalb der Fortbildung werden die Inhalte von „piccolino“ ausgiebig praktisch erprobt und unter den Aspekten der Pädagogik und der Prävention und seelischen Gesundheitsförderung betrachtet.
Die nächste Weiterbildung zur „piccolino“-Lehrkraft startet im September 2026. Die Lehrkräfte erhalten ausgearbeitete Stundenverlaufspläne und zugehöriges Unterrichtsmaterial. Ausgebildete „piccolino“-Lehrkräfte können an mehreren Grundschulen tätig sein, wenn jeweils eine Kooperation zwischen Musikschule und Grundschule besteht.
Die Techniker Krankenkasse kann nach Antragstellung die Umsetzung von „piccolino“ an Grundschulen nach §20 SGB V für die ersten beiden Durchführungsjahre fördern.
Mehr Infos gibt es hier. Es finden regelmäßig digitale Infoveranstaltungen statt, die Termine gibt’s auf www.schloss-kapfenburg.de/di.
„piccolino“-Lehrkräfte
Iris Lemonidis - Musikschule Badische Bergstraße Weinheim
Gilah Buchner - Musikwerkstatt Unisono Neuhausen
Kathrin Hauser - Musik- und Kunstschule Achern-Oberkirch
Sandra Zaiser - Musikschule Lauffen am Neckar
Andreas Dangel - Musikschule Meckenbeuren
Gerrit Stenzel - Musikschule Radolfzell
Melanie Paaß - Münsingen
Bild: Erste Reihe: Iris Lemonidis, Kathrin Hauser, Andreas Dangel [v. l. n. r.] Zweite Reihe: Alicia Rupprecht (Projektmanagement Schloss Kapfenburg), Prof. Andrea Friedhofen (Dozentin), Gilah Buchner, Melanie Paaß, Sandra Zaiser, Moritz von Woellwarth (Akademiedirektor Schloss Kapfenburg) [v. l. n. r.]
Markus Baier und Michael Maier von der BW-Bank überreichten Akademiedirektor Moritz von Woellwarth einen Scheck in Höhe von 3.500,00 Euro. Die Spende kommt der Aktion „Zimmer für die Zukunft“ der Stiftung Schloss Kapfenburg zugute.
„Bei der BW-Bank ist es eine langjährige Tradition, soziale, kulturelle Einrichtungen und Projekte zu fördern. Aus vielen Spendenanfragen wissen wir, dass Hilfe nötiger ist denn je“, berichtet Markus Baier, der Leiter der Niederlassung Unternehmenskunden Ostwürttemberg der BW-Bank. „Nicht nur die öffentliche Hand sondern auch viele Unternehmen und Privatpersonen mussten ihre Mittel kürzen und konnten weniger Spendenmittel einsetzen.“
Gemeinsam mit dem Filialdirektor der BW-Bank Aalen Michael Maier besuchte Baier daher am Mittwoch Schloss Kapfenburg. Als Mitglied des Kuratoriums der Stiftung hatte er bei der diesjährigen Sitzung von der geplanten Gästezimmer-Sanierung erfahren und innerhalb der BW-Bank von der Aktion „Zimmer für die Zukunft“ berichtet.
Die Besichtigung der Gästezimmer mit Moritz von Woellwarth verdeutlichte den beiden Gästen, dass die Spende bei der Musikschulakademie an der richtigen Stelle ist: Die Räume wurden über viele Jahre hinweg von zehntausenden Kindern und Jugendlichen belebt. Die Möbelstücke, Wände, Böden und Betten zeigen starke Verschleißspuren, Zeichen einer lebendigen, aber auch sehr beanspruchenden Nutzung. „Es freut uns sehr, die Stiftung mit unserer Spende bei der offensichtlich notwendigen Renovierung der Übernachtungszimmer unterstützen zu können“, erklärt Michael Maier. „Es ist eine Investition in die Zukunft einer kulturellen Einrichtung, die in den vergangenen Jahrzehnten viel bewegt hat und regelmäßig beweist, dass Tradition und Innovation keine Gegensätze sind.“
„Zimmer für die Zukunft“
Schloss Kapfenburg ist ein Ort der Musik, Bildung und Begegnung. Seit Jahrzehnten beherbergt es junge Musizierende und Gäste aus aller Welt – hier erleben und gestalten Menschen Kultur. Doch die Zeit hat ihre Spuren hinterlassen, unsere Gästezimmer brauchen eine behutsame, aber umfassende Erneuerung. Die Spendenaktion „Zimmer für die Zukunft“ soll es ermöglichen nach und nach alle 52 Gästezimmer des Schlosses zu sanieren – modern, nachhaltig und dennoch eng mit der Geschichte des Schlosses verbunden. So entstehen Räume, die auch kommende Generationen inspirieren und willkommen heißen.
Mehr Infos zu "Zimmer für die Zukunft" gibt es hier: Klick
Die Sparkassenstiftung Ostalb hat den Startschuss für die Aktion „Zimmer für die Zukunft“ der Stiftung Schloss Kapfenburg gegeben. Die Spende in Höhe von 10.000 Euro fließt in die dringend benötigte Grundsanierung der Gästezimmer des Schlosses.
„Kunst, Kultur und Denkmalschutz sind eines der Hauptanliegen der Sparkassenstiftung Ostalb“, erklärt ihr Geschäftsführer Holger Kreuttner. „Auf Schloss Kapfenburg gehen diese Förderziele eine Symbiose ein. Die Musikschulakademie erfüllt die jahrhundertealten Mauern der Deutschordensfeste mit Musik, Menschen und Leben. Neben den Konzerten und kulturellen Veranstaltungen setzt die Einrichtung auch mit der Durchführung des Regionalwettbewerbs „Jugend musiziert“ musikalische und kreative Impulse in der Region Ostwürttemberg. Mit unserer Spende möchten wir die wertvolle Arbeit der Stiftung Schloss Kapfenburg weiter fördern und sie dabei unterstützen, auch in der Zukunft ein Ort der Kunst und Inspiration zu bleiben. Ich hoffe daher sehr, dass andere Stiftungen, Firmen und Privatpersonen unserem Beispiel folgen.“
Die Internationale Musikschulakademie Schloss Kapfenburg beherbergt seit 1999 junge Musizierende und Gäste aus aller Welt, nach nahezu drei Jahrzehnten Betrieb mit mehr als 900.000 Besuchenden zeigen jedoch insbesondere die Gästezimmer, dass sie intensiv genutzt wurden und nun eine behutsame, aber umfassende Auffrischung verdienen. Viele Elemente entsprechen nicht mehr dem heutigen Standard oder sind in die Jahre gekommen, eine Modernisierung würde Komfort und Nachhaltigkeit deutlich erhöhen.
„Vor allem die Räume im Forstamtsgebäude haben einen hohen Erneuerungsbedarf“, erläutert Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. „Die Stiftung hat die Möbel gebraucht übernommen und die Stockbetten haben über viele Jahre hinweg unzähligen Kindern und Jugendlichen gedient. Wir sind daher sehr dankbar für die Spende der Sparkassenstiftung. Sie ermöglicht es uns, die Modernisierung anzugehen.“
Denn als Mieter des Schlosses ist die Stiftung selbst für die Ausstattung der Räume verantwortlich, die finanziell notwendigen Mittel kann sie jedoch nicht allein aufbringen. „Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung. Die Probenaufenthalte, Konzerte und vielen anderen Veranstaltungen sind nicht auf Gewinn kalkuliert. Und gerade in der heutigen Zeit fällt es den Menschen immer schwerer, Geld für die schönen Dinge im Leben aufzubringen – für Musik, Kunst und Kultur. Es gehört zu unserem Stiftungsauftrag, das dennoch zu ermöglichen. Es würde uns daher sehr freuen, wenn andere dem Beispiel der Sparkassenstiftung folgen und uns bei der bei der anstehenden Sanierung der 52 Gästezimmer unterstützen. Die Entwürfe für die Neugestaltung sind modern und nachhaltig, viele der bereits vorhandenen Möbel können restauriert werden“, führt von Woellwarth aus. „Wir wollen Räume schaffen, die kommende Generationen inspirieren und sie in unseren geschichtsträchtigen Mauern willkommen heißen.“
Mehr Infos zur Spendenaktion „Zimmer für die Zukunft“ gibt‘s hier: www.schloss-kapfenburg.de/zukunft
Stimmen der Zukunft: Maria Hegele und Jasper Lampe
Der 20. Trude Eipperle Rieger-Preis geht an zwei außergewöhnliche Talente
Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 16. Oktober, auf Schloss Kapfenburg statt. Gastredner ist der Fotograf, Polarforscher, Autor und Umweltschützer Sebastian Copeland. Er wird auf Englisch sprechen. Der Eintritt ist frei.
Mit Maria Hegele und Jasper Lampe erhalten 2025 erneut zwei junge Menschen mit außergewöhnlichen Stimmen den Trude Eipperle Rieger-Preis für Gesangstalente und das damit verbundene Preisgeld.
Maria Hegele stammt aus Tettnang und ist väterlicherseits mit dem Härtsfeld verbunden. Sie studierte an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Barbara Bonney und am Royal College of Music London bei Prof. Dinah Harris. Von 2022 bis 2024 war sie Mitglied des Opernstudio der Volksoper in Wien und kehrt seitdem regelmäßig dorthin zurück. Weiterhin übernahm sie Partien an der Staatsoper Berlin, bei den Gluck Festspielen sowie den Bregenzer Festspielen. Zu ihren liebsten Partien gehören die sogenannten Hosenrollen wie Hänsel („Hänsel & Gretel“), Cherubino („Le nozze di Figaro“) oder Prinz Orlofsky („Fledermaus“). Auch der Lied- und Konzertgesang liegt der Mezzosopranistin ausgesprochen am Herzen und führte sie unter anderem zum Aldeburgh Festival, Bodensee Festival, zu Konzerten von Mozarts c-Moll Messe mit der Zürcher Singakademie und Bachs Matthäus Passion mit dem Noord Nederlansk Orkest. Sie ist Preisträgerin des Veronica Dunne Competition, des Internationalen Haydn Wettbewerbs Niederösterreich und des August Everding Wettbewerbs München. Hegele wird zudem von Deutschen Stiftung Musikleben unterstützt.
Der Berliner Jasper Lampe studiert aktuell im Master Opernschule an der HMdK Stuttgart in der Klasse von Prof. Teru Yoshihara. Seinen Bachelor absolvierte er an der HfM Detmold bei Prof. Caroline Thomas und Prof. Manuel Lange. Er war Solo-Stipendiat der Brentano Akademie Aschaffenburg unter Julian Prégardien sowie der Internationalen Bachwoche Stuttgart unter Hans-Christoph Rademann und Peter Harvey. Neben seiner Liedtätigkeit ist er auch auf der Opernbühne aktiv, unter anderem 2024/25 als Schaunard („La Bohème“) am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz oder zuvor als Dr. Falke („Die Fledermaus“) in Stuttgart.
Lampe ist Preisträger der Internationalen Lied-Duo Competition Groningen 2024, des Internationalen Dvořák-Wettbewerbs 2021 und des GFF-Alumni Interpretationswettbewerbs der HfM Detmold (2. Preis). 2025 wurde er als Stipendiat für das Exzellenzlabor Lied unter Hedwig Fassbender, Anne le Bozec, Götz Payer und Mathias Herrmann ausgewählt. Weitere prägende Impulse erhielt er durch Margreet Honig und Doriana Tchakarova. Der Bariton ist Stipendiat des Deutschlandstipendiums sowie der Rotary- und Frank Stiftung.
Der attraktiv dotierte Trude Eipperle Rieger-Preis wird seit 2005 von der Trude Eipperle Rieger-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Kapfenburg und der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart verliehen. Als gestiftetes Erbe der Sopranistin Trude Eipperle Rieger (1908-1997) werden mit ihm junge Sängerinnen und Sänger gefördert, die im Bereich klassischen und zeitgenössischen Liedgutes gesanglich Außerordentliches leisten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen heute so international erfolgreiche Künstler wie Johannes Kammler, Niamh O'Sullivan oder das Calmus Ensemble. Letzteres kann man am 25. September live auf Schloss Kapfenburg erleben.
Verleihung des 20. Trude Eipperle Rieger-Preises im Rahmen der Begegnungen auf Schloss Kapfenburg. Donnerstag, 16. Oktober 2025, Beginn 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Der Einlass zu der Veranstaltung im Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal erfolgt nur auf vorherige persönliche Anmeldung: Klick
Außergewöhnliches Engagement für Schloss Kapfenburg
Matthias Kümpflein unterstützt die Musikschulakademie mit Ideen, Tatkraft und Spende.
Der Ellwanger setzt sich seit Jahren mit bemerkenswerter Eigeninitiative und unermüdlichem Engagement für die Stiftung Schloss Kapfenburg ein. Nun hat er erneut ein Zeichen gesetzt: Bei einem verkaufsoffenen Sonntag in Ellwangen verkaufte er Nudeln und Pesto, hergestellt von einem kleinen Betrieb in seiner Verwandtschaft. Den Erlös in Höhe von 375,00 Euro spendete er vollständig an den Förderverein Schloss Kapfenburg. Die Spende soll die gemeinnützige Bildungsarbeit der Akademie gezielt unterstützen.
Matthias Kümpflein ist vielen Menschen in Ellwangen als engagierter Bürger bekannt, der sich mit großem Herzblut für Inklusion, Kultur und Barrierefreiheit einsetzt. Für Schloss Kapfenburg verteilt er regelmäßig Programme und Flyer in der Stadt und wirkt als tatkräftiger Multiplikator. Zudem geht eine zentrales Bildungsangebot der Stiftung direkt auf ihn zurück: Der Workshop „Musik ohne Grenzen“, eine Fortbildung zur inklusiven Musikvermittlung, wurde auf seine Initiative hin ins Leben gerufen.
Besonders beeindruckt vom Engagement Kümpfleins zeigten sich die Vorstandsmitglieder des Fördervereins Schloss Kapfenburg, darunter die beiden Landräte Joachim Bläse (Ostalbkreis) und Peter Polta (Landkreis Heidenheim), Dr. Tobias Schneider (KSK Ostalb), und Andrea Schnele, Bürgermeisterin von Lauchheim. Sie würdigten seinen Einsatz als vorbildlich und motivierend.
Auch Akademiedirektor Moritz von Woellwarth unterstreicht die Bedeutung von Matthias Kümpfleins Engagement. „Er ist eine inspirierende Persönlichkeit. Mit seinen Ideen, seinem Blick für Inklusion und seiner Bereitschaft, immer wieder praktisch mit anzupacken, ist er ein echter Gewinn für unsere Arbeit. Wir danken ihm herzlich für seinen Einsatz.“
Die Musikschulakademie Schloss Kapfenburg setzt sich aktiv für die musikalische Bildung junger Menschen und die Förderung inklusiver Projekte ein. Engagement wie das von Matthias Kümpflein trägt maßgeblich dazu bei, dass diese Arbeit erfolgreich und wirksam weitergeführt werden kann.
Satter Sound dank der Sparkassenstiftung Ostalb
Spende für die Musikschulakademie Schloss Kapfenburg
Die Stiftung Schloss Kapfenburg feiert in diesem Jahr Jubiläum – 25 Jahre sind vergangen, seit die Einrichtung im Oktober 1999 eröffnet wurde. Aus der Idee wurde im Lauf der Jahre eine Erfolgsgeschichte, mehr als 50.000 Gäste besuchen das Schloss im Schnitt jährlich, ein besonderer Schwerpunkt ist dabei die Förderung der muszierenden Jugend. Doch seit der Eröffnung sind die Anforderungen der Akademiegruppen und Ensembles gestiegen. Dank der Sparkassenstiftung Ostalb konnten nun für den Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal ein mobiles Soundsystem und ein Bassverstärker angeschafft werden. Holger Kreuttner, Geschäftsführer der Sparkassenstiftung Ostalb, übergab die Geräte im Wert von 2.000,00 Euro an Akademiedirektor Moritz von Woellwarth.
Von der Eiche zum Kunstwerk
Johann Eustach von Westernach-Statue auf Schloss Kapfenburg
06. Mai 2024. Der Bauhof Lauchheim rückt mit schwerem Gerät und wertvoller Fracht auf dem Schloss an – dem Stamm einer Eiche. Unter der Aufsicht von Werner Kowarsch platzieren sie ihn im Schlossgarten. Der Bürgermeister a.D. und Bildhauer bearbeitet das Holz in den kommenden Wochen mit Motorsäge, Meiseln, Raspeln, Feilen und allerlei anderem Werkzeug. Schicht für Schicht entsteht dabei in rund 50 Arbeitsstunden das Bildnis des wohl bekanntesten Komturs von Schloss Kapfenburg – Johann Eustach von Westernach. Fertiggestellt wurde die Statue pünktlich zum Beginn des Jubiläumsfestivals, jetzt wurde sie offiziell von Werner Kowarsch und Bürgermeisterin Andrea Schnele an Akademiedirektor Moritz von Woellwarth übergeben. „Die Statue ist ein echter Blickfang im Garten und wird uns alle überdauern“, so von Woellwarth. „Damit ist sie wohl das schönste Geschenk, das wir zum 25-Jährigen Jubiläum erhalten haben.“
Ausgezeichnet: Veronika Loy und Lukas Krimmel
Trude Eipperle Rieger-Preistragenden 2024 stehen fest
Der 19. Trude Eipperle Rieger-Preis geht an die Sopranistin Veronika Loy und den Bassbariton Lukas Krimmel. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 10. Oktober, auf Schloss Kapfenburg statt. Gastredner ist Fußball-Legende Cacau Barreto, der Eintritt frei.
Mit Veronika Loy und Lukas Krimmel erhalten 2024 erneut zwei junge Menschen mit außergewöhnlichen Stimmen den Trude Eipperle Rieger-Preis für Gesangstalente und das damit verbundene Preisgeld.
Veronika Loy studierte am Mozarteum Salzburg. 2022 erhielt sie den Master „Oper und Musiktheater“, 2023 den Master „Lied und Oratorium“. Schon während ihrer Ausbildung war die Sopranistin in diversen Konzerten und Opernproduktionen zu erleben. Mit ihrer Liedduo-Partnerin Victoria Guerrero erreichte sie 2022 beim Internationalen Wettbewerb für Liedkunst das Finale und gewann im selben Jahr den 1. Preis des „The Sir Ian Stoutzker Prize“. Ebenfalls 2022 wurde Loy Mitglied des internationalen Opernstudios des Staatstheaters Nürnberg, seit Herbst ist sie Teil des festen Ensembles. In der Spielzeit 2024/25 spielt die Sopranistin unter anderem anderem Pamina („Die Zauberflöte“, Mozart), Frasquita in „Carmen“ (Bizet) und Polly Peachum in „Die Dreigroschenoper“ (Brecht/Weil). ).
Lukas Krimmel studiert derzeit bei Prof. Marion Eckstein an der Musikhochschule Stuttgart. Seine Konzerttätigkeit umfasst Werke wie Mozarts und Saint-Saëns‘ „Requiem“, Haydns „Nelsonmesse“ sowie Bachs „Johannes-Passion“. Auch auf der Opernbühne sammelte der gebürtige Ulmer erste Erfahrungen. So war er anderem in der Hochschulproduktion „La Wally“ und als Antonio in „Le nozze di Figaro“ am Stadttheater Heilbronn zu sehen. Die besondere Leidenschaft Krimmels ist der Liedgesang. Mit seiner Klavierpartnerin Jana Purešić tritt er regelmäßig mit eigenen Programmen auf. Er war zudem Teil des vom SWR produzierten Projekts „Rose, die Müllerin“. Der Bassbariton ist Stipendiat des Deutschlandstipendium, der Gesellschaft der Freunde der HMDK Stuttgart und des Richard-Wagner-Verbands Trier/Luxemburg.
Der attraktiv dotierte Trude Eipperle Rieger-Preis wird seit 2005 von der Trude Eipperle Rieger-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Kapfenburg und der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart verliehen. Als gestiftetes Erbe der Sopranistin Trude Eipperle Rieger (1908-1997) werden mit ihm junge Sängerinnen und Sänger gefördert, die im Bereich klassischen und zeitgenössischen Liedgutes gesanglich Außerordentliches leisten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen heute so international erfolgreiche Künstler wie Johannes Kammler, Niamh O'Sullivan oder das Calmus Ensemble.
Alle Infos und Anmeldung zur Preisverleihung: Klick
Ausflugziel in den Sommerferien gesucht? Dann auf zum Ukuleleweg rund um Schloss Kapfenburg! Der interaktive Wanderweg für Kinder soll nach und nach mit Musikinstrumenten und Spielgeräten ausgebaut werden. Die BW-Bank spendete 1.000,00 Euro für die erste Anschaffung.
Kreissparkasse spendet für Ukuleleweg
Der interaktive Weg für Kinder wurde maßgeblich durch eine 4.000,00 Euro-Spende der KSK finanziert.
Seit dem 02. Juni hat die Region ein neues Ausflugziel für Familien – den interaktiven Ukuleleweg auf Schloss Kapfenburg. Die Umsetzung des Wanderwegs wurde durch starke Partner wie die Kreissparkasse Ostalb und die Stadt Lauchheim ermöglicht.
Gemeinsam mit dem Ukulele spielenden Hund Wolfi von Westernach können Kinder auf dem Rundweg um Schloss Kapfenburg in die Geschichte eintauchen. Alles was es dafür braucht, sind die Begleitbroschüre und ein Mobiltelefon. Die Broschüre gibt’s kostenfrei am Wanderschild vor dem Schloss, das Handy benötigt man für die QR-Codes an aktuell elf Stationen. Scannt man sie, gelangt man automatisch zu einem Audioplayer und Wolfis Stimme erklingt. Er erzählt vom Leben in früheren Zeiten und stimmt bekannte Kinderlieder an, die mitgesungen werden können.
Die Idee eines Wanderwegs für Kinder entstand vergangenen Herbst gemeinsam mit Rüdiger Backes vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Lauchheim. Finanziert werden konnte der Ukuleleweg maßgeblich durch eine Spende der Kreissparkasse Ostalb von 4000,00 Euro und einer Crowdfunding-Aktion auf deren Spendenplattform WirWunderOstalb. Auch die Stadt Lauchheim und das Team des Bauhofs unterstützten die Stiftung tatkräftig – neben der Sicherheitsberatung installierten sie die verschiedenen Schilder. Weitere Partner des Ukulelewegs sind Geo Data und die Lipp GmbH.
Alle Infos zum Ukuleleweg gibt es hier.
Foto:
Tobias Schneider (Stv. Vorstandsvorsitzender Kreissparkasse Ostalb), Bürgermeisterin Andrea Schnele und Akademiedirektor Moritz von Woellwarth erkunden den Ukuleleweg.
basierend auf dem
Präludium in C-Dur aus dem Wohltemperierten Klavier BWV 846 von Johann Sebastian Bach
Schloss Kapfenburg gehört seit Jahrhunderten zum Leben der Menschen der Region, seit 25 Jahren ist es die Heimat der Stiftung Schloss Kapfenburg – und das Zuhause von Musik, Kunst und Kultur. Jede Veranstaltung, jedes Konzert und jede Schlossführung ist eine Einladung, das Schloss gemeinsam als lebendigen Treffpunkt zu erhalten. mit Erfolg - so haben seit 1999 mehr als 333.000 Gäste die kulturellen Veranstaltungen besucht.
Als bleibendes Symbol für die Verbindung von Schloss, Stiftung und Mensch entsteht zum Jubiläum die Klanginstallation „fünfundzwanzig“. Der Musiker Sebastian Bartmann erstellt diese aus hoffentlich zahlreichen Audio-Dateien des berühmte Präludium in C-Dur von Johann Sebastian Bach – denn mitmachen können alle, je mehr desto besser. Es ist dabei vollkommen egal, wie gut das Stück gespielt werden kann. Dabei sein zählt!
Wie kann ich teilnehmen?
Einfach das Präludium in C-Dur (oder ein paar Takte daraus) auf dem Klavier oder einem anderen Instrument spielen und das Spiel aufnehmen. Das Stück kann auch gerne gesummt werden.
Kann ich mir das Präludium vorher irgendwo anhören?
Ein Beispiel, wie eine Audio-Aufnahme klingen könnte, findet ihr hier:
Zum Stream: Klick
Zum Download: Klick
Das ganze Präludium in C-Dur gibt es hier: Klick
Wie komme ich an die Noten?
Die Noten können kostenfrei hier heruntergeladen werden: Klick
Wie kann ich die Audio-Datei aufnehmen?
Die meisten Mobiltelefone haben standardmäßig Apps für Sprachmemos, einen Rekorder oder ein Diktiergerät installiert. Falls dem nicht so ist: einfach im Play bzw. App Store nach „Audio Recorder kostenlos“ suchen. Die Sprachnachrichtfunktion von WhatsApp kann ebenfalls genutzt werden.
Kann ich auch ein Video einsenden?
Videos sind leider nicht möglich.
Welches Format benötigt die Audio-Datei?
Das Format ist egal. Wer professionelles Equipment hat, kann uns die Datei sehr gerne als WAV (24 Bit, 48khz) senden.
Wohin sende ich die Audio-Datei?
Per WhatsApp an +49 1523 76 08 988
oder
Per Mail an festival@schloss-kapfenburg.de
Bis wann kann ich die Audio-Datei einsenden?
Einsendeschluss ist Freitag, der 17. Mai 2024.
Was passiert dann?
Sebastian Bartmann hört sich alle eingesandten Audio-Dateien an. Aus den Tönen entwirft er dann eine berührend-schillernde Klanginstallation.
Die Teilnahme ist übrigens vollkommen anonym. Alle persönlichen Daten wie Mobilnummer/Chat oder E-Mail-Adresse/Mail werden nach dem Abspeichern der Audio-Datei gelöscht.
Wo kann ich mir die fertige Klanginstallation anhören?
Die Welturaufführung ist bei der Eröffnung des 25. Festival Schloss Kapfenburg bei der Performance „da!SEIN | fünfundzwanzig“. Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg und das Klavierduo imPuls, Sebastian & Barbara Bartmann, spielen unter der Leitung von Uwe Renz. Im Anschluss gibt es ein großes Jubiläumsfeuerwerk. Alle, die live dabei sein möchten, können sich Tickets in unserem Shop bestellen: Klick.
Die Klanginstallation wird zudem fester Bestandteil des kleinen Museums auf Schloss Kapfenburg und u.a. auf unserem YouTube-Kanal verfügbar sein.
Seit Oktober 1999 haben wir unseren Sitz in der ehemaligen Deutschordensfeste bei Lauchheim. Erich W. Hacker machte aus der Einrichtung mit anfänglich einer Angestellten eine Institution von überregionaler Bedeutung; Moritz von Woellwarth übernahm den Posten des Akademiedirektors im April 2021 und führte die Musikschulakademie erfolgreich aus der Corona-Krise. Im Jubiläumsjahr blicken wir mehr als hoffnungsvoll in eine Zukunft mit vielen spannenden Projekten – alte wie neue. Innovation in alten Gemäuern eben. Und das seit 25 Jahren.
Stiftung Internationale Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg – so lautet der offizielle Titel der Einrichtung. That’s a mouthful, wie die Briten sagen würden. Dennoch drückt er so ziemlich genau aus, wofür die Stiftung ins Leben gerufen wurde: Menschen aus aller Welt, allen voran aus den Musikschulen Baden-Württembergs, kommen für Musikfreizeiten und Konzerte auf das Schloss.
123 Betten gibt es, 12 Probenräume, 7 Klaviere, 5 Flügel und jede Menge andere Instrumente: Drum Sets und Marimbaphon, Flügel, Xylophon, Pauken und mehr. Dazu unzählige Notenständer, ergonomische Musikerstühle und Schallschutz. Alles was man eben so braucht, um neue Stücke zu proben und sich auf Konzerte vorzubereiten.
Regelmäßig laden die probenden Ensembles, Orchester und Chöre zu sogenannten Werkstattkonzerten, bei denen sie die Ergebnisse der Proben präsentieren. Für die Muszierenden die Gelegenheit, eine Generalprobe vor Publikum durchzuführen. Für das Publikum die Gelegenheit, Musik aus zahlreichen Genres zu hören. Von Big Band Jazz über Kammermusik hin zu Perkussion, Gospel oder Harfenkonzerten ist so ziemlich jede Musikrichtung vertreten. Und von passionierten Hobbymusizierenden über junge Nachwuchstalente hin zu Profis auch jedes Level. Im Rahmen des Projekts „Spielend gesund“ laden beispielweise regelmäßig die angehenden Absolventen der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart in den Fürstensaal. Die nächsten beruflichen Stationen dieser jungen Menschen sind die großen Orchester, Opernhäuser und Jazzclubs der Welt.
Apropos Jazzclub – den hat auch Schloss Kapfenburg zu bieten. Bei den Konzerten der Reihe Turnaround sind viermal jährlich nationale und internationale Perlen der Szene zu Gast. Auch die klassische Konzertreihe Accelerando und das Festival im Sommer bringen erstklassige Acts auf die Ostalb. „Nachwuchsförderung gehört zum Auftrag der Stiftung“ erklärt Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. „Es gibt mittlerweile unzählige schöne Beispiele von Musizierenden, die wir in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren begleiten durften: Elias Opferkuch kennen wir beispielsweise seit er ein kleiner Junge war. Erst als Teilnehmer bei Jugend musiziert, dann als Mitglied der Jungen Philharmonie Ostwürttemberg und Jungstudent. Mittlerweile ist er professioneller Pianist und eröffnet Ende Februar mit seiner Klavierpartnerin Susanna De Secondi die Accelerando-Reihe 2024. Oder Andreas Beinhauer – auch er war regelmäßig bei JuMu dabei, später im Jungen Kammerchor Ostwürttemberg. Heute ist er Trude Eipperle Rieger-Preisträger, hat ein festes Engagement an der Oper Halle und sitzt selbst in der Jury von Jugend musiziert, unter anderem hier in Ostwürttemberg.“
Die (Nachwuchs)Arbeit der Stiftung beschränkt sich nicht auf die Musik, Gesundheit spielt eine ebenso wichtige Rolle. Seit 2003 setzt sich das Team aktiv für die Gesundheit von Musizierenden ein. Im Vordergrund steht der salutogenetische Ansatz, das gesundheitsfördernde Potential von Musik und Musizieren. Im Laufe der Jahrzehnte ist so eine Vielzahl von Projekten entstanden, „piccolino“, „gesundes orchester“, „Spielend gesund“ und das Herzstück, die „gesunde musikschule®“: Musikschulen können auf Schloss Kapfenburg Mentor:innen für Gesundheit ausbilden lassen. Nach Abschluss der Weiterbildung und der praktischen Umsetzung der Inhalte an der Musikschule erhalten sie das Zertifikat „gesunde musikschule®“. Mittlerweile gibt es in 81 Städten die Möglichkeit, eine „gesunde musikschule®“ zu besuchen und die optimale Ausbildung am Instrument zu erhalten. Dazu zählen Musikschulen in Berlin, Hamburg und Bremen sowie zahlreiche Schulen in Baden-Württemberg.
Aus Ideen nachhaltige Projekte wie dieses zu machen, gehört zu den Stärken der Stiftung. Ohne Partner geht das freilich nicht. „Wir sind eine gemeinnützige Einrichtung, ohne die Förderung von Firmen und Privatpersonen gäbe es weder Bildungsangebote noch Konzerte auf dem Schloss“, so Moritz von Woellwarth. „Und dann ist da natürlich noch die Förderung durch das Land, den Ostalbkreis, die Stadt Lauchheim, den Förderverein und den Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs.“
Einen Großteil der Einnahmen muss die Stiftung Schloss Kapfenburg dennoch selbst erwirtschaften. Das gelingt, seit 2006 das Restaurant Fermata in den Stiftungsbetrieb integriert wurde. „Die Probenaufenthalte bieten wir quasi zum Selbstkostenpreis an, Musizieren soll für alle möglich sein. Das gilt heute mehr denn je“, bekräftigt von Woellwarth. „Das Geld verdienen wir dann mit Hochzeiten, Tagungen und Feiern. Um uns zu unterstützen, reicht es im Prinzip schon einen Zwiebelrostbraten im Restaurant Fermata zu essen. Der Gewinn fließt zu 100% in die gemeinnützige Arbeit. Natürlich freuen wir uns auch über Spenden“, führt er aus. „Dann sind auch mal Dinge wie neue Vorhänge oder die Renovierung der Aufenthaltsräume drin. Unseren dringend benötigten neuen Flügel konnten wir beispielsweise durch eine Instrumentenpatenschaft finanzieren. Aber alles in allem geht es uns gut und wir sind sehr zufrieden mit der aktuellen Auslastung.“
Zufrieden ist man auf dem Schloss auch mit den Entwicklungen der Aktionen rund ums Jubiläumsjahr. Mit Sebastian Bartmann arbeitet man am Projekt „fünfundzwanzig“: aus Audioeinsendungen von Bachs Präludium in C-Dur entsteht eine Klanginstallation. Die technischen Details werden gerade geklärt, dann erfolgt ein Aufruf zur Teilnahme. Mitmachen können alle, Premiere ist bei der Festivaleröffnung. Schon Anfang Juni wird ein neuer Musikwanderweg eröffnet – der interaktive Ukuleleweg für Kinder, der gemeinsam mir Rüdiger Backes vom Schwäbischen Alberverein, OG Lauchheim, konzipiert wurde.
Am ersten Februar-Wochenende fiel der Startschuss für das Kulturjahr auf dem Schloss, bei dem unter anderem Jazzpreisträgerin Lucia Cadotsch live zu erleben war. Auch in den kommenden Wochen ist so einiges geboten: neben dem Konzert von Elias Opferkuch & Susanna De Secondi, präsentieren Studierende der HMDK Stuttgart Steichkammermusik, es findet das 11. Young Stage Förderkonzert in Kooperation mit den Jazz Lights statt und Simon Maier stellt bei der Pop up-Galerie aus. Mehr Infos und das komplette Jubiläumsprogramm gibt’s hier.
25 Jahre – Die Stiftung in Zahlen
1999 | Aufnahme des Betriebs im Oktober (gGmbH), die Einrichtung wird auch Regionalgeschäftsstelle „Jugend musiziert Ostwürttemberg“
2002 | Umwandlung in eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts
2003 | Gründung des Zentrums für Musik, Gesundheit und Prävention zur Gesundheitsförderung bei Musizierenden (Heute Abteilung Bildung & Gesundheit)
2006 | Integration des Restaurant Fermata in den Stiftungsbetrieb
862.189 Gäste seit 1999
323.461 | Proben
104.141 | Tagungen & Sonderveranstaltungen
101.506 | Hochzeiten & Feiern
51.500 | Schlossführungen
213.454 | Festival
38.069 | Accelerando & Turnaround
20.203 | Werkstatt- & Sonderkonzerte
5.118 | Kultur im Restaurant
4.737 | Fortbildungsteilnehmende
Stand: Dezember 2024
Nicht erfasst: Tagestourismus & Restaurant Fermata
Fördermöglichkeiten
Förderverein Schloss Kapfenburg e.V.
Der Förderverein gehört zu den Gründern der Internationalen Musikschulakademie Kulturzentrum Schloss Kapfenburg. Eine Mitgliedschaft ist sowohl für Privatpersonen als auch Körperschaften möglich. Mehr.
Instrumenten- und Konzertpatenschaften
Privatpersonen und Firmen können Patenschaft für die Klaviere und Flügel in den Probenräumen des Schlosses übernehmen. Auch für die Konzerte der Reihen Accelerando, Turnaround und des Festivals besteht die Möglichkeit, Patenschaften zu übernehmen. Mehr.
Sitzplatz fürs Leben
Im Rahmen der Aktion können Privatpersonen und Firmen Stühle im Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal mit ihren (Wunsch)Namen versehen lassen. Mehr.
Spendenkonto Stiftung Schloss Kapfenburg
Kreissparkasse Ostalb
IBAN DE 50 6145 0050 0800 1320 06
BIC OASPDE6A
Im November 2023 feiert die Abteilung Bildung & Gesundheit ihr zwanzigjähriges Bestehen. Mit unserer Bildungsarbeit sind wir ein Vorreiter in den Bereichen der Prävention und Gesundheit für Musizierende in Deutschland.
Musizieren bedeutet viel mehr als nur ein Instrument zu beherrschen. Es fördert und fordert die physiologischen, emotionalen und kognitiven Fähigkeiten von Musizierenden gleichermaßen. Deshalb ist es wichtig, alle drei Ebenen zu fördern und gesund zu erhalten. Denn nur wer sich in seinem Körper wohl fühlt, kann auch ausdrucksstark spielen oder singen – und das unabhängig vom Alter.
Dieses Ziel lässt sich mit den richtigen Methoden leicht erreichen. Beispielsweise können durch Aufwärmübungen und mentales Training Körper und Geist optimal auf das Instrumentalspiel oder den Gesang vorbereitet werden. Diese Aspekte der Gesundheit in die Musikpraxis zu integrieren, gewinnt zunehmend an Bedeutung.
Bereits seit 2003 setzt sich die Abteilung „Bildung & Gesundheit“ dafür ein, Muszierende verstärkt für die Thematik zu sensibilisieren und Möglichkeiten der Prävention aufzuzeigen. Über die Jahre wurde ein ganzheitliches Programm für die Gesundheit von Muszierenden von klein an bis ins hohe Alter entwickelt.
Das Herzstück ist das Projekt „gesunde musikschule®“. In mittlerweile 74 Musikschulen bundesweit wird den Musikschüler:innen von Anfang an der richtige Umgang mit dem Instrument beigebracht.
Die Musikschullehrkräfte lernen in ihrer Ausbildung zu Mentor:innen Haltungstechnik am Instrument, Körperwahrnehmung, Stressbewältigung, Lockerungsübungen, Atemtechniken und mentales Training, später setzen sie die Inhalte vor Ort um. Somit unterstützt das Projekt die Musikschulen dabei, präventiv aktiv zu werden und sowohl Lehrende als auch Schüler:innen ganzheitlich zu fördern – und das an dem Ort, an dem Kinder an die Musik herangeführt werden. Die zertifizierten „gesunden musikschulen®“ nehmen damit eine aktive Vorreiterrolle in der Bildungslandschaft ein.
Die Einbindung von Interventionsmaßnahmen an staatlichen Musikhochschulen ist die konsequente Fortführung des bisherigen Engagements im Bereich Gesundheit für Musizierende. So bieten wir in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart (HMDK) mit „Spielend gesund“ seit 2022 das erste langfristige Projekt in diesem Setting an. Ziel ist, den Studierenden relevante und instrumentenspezifische Fähigkeiten zu vermitteln, die auf eine Stärkung von physischen und psychischen Gesundheitsressourcen zielen.
Gesundheit für Musizierende steht auch im Mittelpunkt des Projekts „gesundes orchester“ für Berufsmusizierende und des „Forum Schloss Kapfenburg – Musik & Medizin“. Dieses findet am 27. April 2024 bereits zum vierten Mal statt und fördert den interdisziplinären Austausch zwischen Musizierenden, pädagogischen Fachkräften, Therapeut:innen, Ärzt:innen und allen Interessierten. Themen sind unter anderem Grundlagen der Musikphysiologie und Musikermedizin. Weitere Programmpunkte sind die seelische Gesundheit im Musikschulalltag und im Musikstudium sowie die Möglichkeiten der Musik als Therapie. Als Referierende konnte die Stiftung Koryphäen wie Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Prof. Dr. Lutz Neugebauer oder Dr. Dagmar Nuding gewinnen, die wissenschaftlich Leitung liegt bei Prof. Dr. Annette Limberger von der Hochschule Aalen.
Darüber hinaus bietet das jährlich wechselnde Fortbildungsprogramm die Möglichkeit, sich im Bereich der Gesundheit von Muszierenden weiterzubilden. In Hinblick auf die kommende Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter legen wir 2024 einen besonderen Schwerpunkt auf musikalische Bildungsangebote an Grundschulen. Die Kurse geben wertvolle Ideen und Umsetzungsmöglichkeiten für die zukünftige Unterrichtspraxis an die Hand.
Zusätzlich zu den Projekten haben wir Publikationen rund um den Themenschwerpunkt veröffentlicht, beispielsweise die Studie „Musikergesundheit“, das „Orchesterfit“ oder die „Es(s)-Tour“, ein Ernährungsleitfaden für junge Musizierende.
Die Abteilung „Bildung & Gesundheit“ kann neben der Techniker Krankenkasse, dem Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs e.V. und dem Verband deutscher Musikschulen auf viele starke Partner verweisen. Zusätzlich unterstützt wird die Bildungsarbeit durch die Deutsche Rentenversicherung Baden-Württemberg, den Blasmusikverband Baden-Württemberg e.V. und Jast Ergo.
Weitere Informationen zu unserer Bildungsarbeit gibt es hier. Zudem bietet aktuell die Reihe „20 Jahre, 20 Reels“ auf unserem Instagram-Kanal (@schlosskapfenburg) einen Einblick.
Foto: Holger Bewersdorf
Trude Eipperle Rieger-Preis 2023
Mit Katja Maderer und Samuel Stopford stehen die Preistragenden fest.
Mit Katja Maderer und Samuel Stopford erhalten auch 2023 zwei junge Menschen mit außergewöhnlichen Stimmen den Trude Eipperle Rieger-Preis für Gesangstalente und das damit verbundene Preisgeld.
Die gebürtige Passauerin Katja Maderer studiert derzeit im Master „Konzertgesang“ an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von Prof. Lars Woldt. Ihren Bachelor bei Prof. Christiane Iven und Sabine Lahm schloss sie im März ab. Diverse Kammermusik- und Meisterkurse ergänzen ihre Ausbildung. Da die Violine seit der Kindheit eine wichtige Rolle in Maderers Leben spielt, hat sie 2020 zudem ein Geigenstudium bei Prof. Julia Galic aufgenommen. Die Sopranistin war bereits bei namhaften Konzertreihen, wie den Europäische Wochen Passau, ION Nürnberg, Schubertíada Vilabertran, sowie auf den Kammermusikwochen auf Schloss Elmau zu hören. Außerdem ist sie Preisträgerin des Bundeswettbewerb Gesang in Berlin und des Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Hugo Wolf Akademie Stuttgart.
Der Brite Samuel Stopford ist Mitglied der Royal Academy Opera London im ersten Jahr. An der dortigen Akademie machte er unter der Leitung von Prof. Kate Paterson, Janet Haney und Jonathan Papp seinen Bachelor und Master mit höchster Auszeichnung. Der Tenor hat zahlreiche Auftritte als Solist in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten absolviert. Zu den Höhepunkten zählt sein Debüt in der Wigmore Hall mit dem Academy Song Circle in Liszts "Tre Sonetti di Petrarca". Samuel ist Gewinner des zweiten Preises und des Liedpreises des Richard Lewis/Jean Shanks Award, ein Opera Prelude Young Artist und Empfänger des Preises Ihrer Königlichen Hoheit Prinzessin Alice für vorbildliche Studien.
Der attraktiv dotierte Trude Eipperle Rieger-Preis wird seit 2005 von der Trude Eipperle Rieger-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Kapfenburg und der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart verliehen. Als gestiftetes Erbe der Sopranistin Trude Eipperle Rieger (1908-1997) werden mit ihm junge Sängerinnen und Sänger gefördert, die im Bereich klassischen und zeitgenössischen Liedgutes gesanglich Außerordentliches leisten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen heute so international erfolgreiche Künstler wie Johannes Kammler, Niamh O'Sullivan oder das Calmus Ensemble.
Die Verleihung erfolgt am 05. Oktober auf Schloss Kapfenburg. Zur Anmeldung.
Projekt „gesunde musikschule®“ – Neue Mentor:innen
Am Sonntag schlossen 8 Teilnehmende des Projekts „gesunde musikschule®“ erfolgreich ihre Ausbildung ab.
Am Sonntag schlossen 8 Teilnehmende des Projekts „gesunde musikschule®“ erfolgreich ihre Ausbildung ab. Sie werden zukünftig als Mentor:innen für die Gesundheit von Musizierenden an ihren Musikschulen tätig sein und die Erkenntnisse der Musikermedizin und Musikphysiologie praxisnah in den Unterricht integrieren.
Musikschüler:innen in sieben weiteren Städten und Verbänden werden zukünftig im Unterricht vom Engagement ihrer Musikschulen im Bereich der Gesundheit von Musizierenden profitieren. Denn in den Musikschulen Spandau, Ehingen, Sömmerda, Markgräflerland, Igensdorf, Leer und Altensteig gibt es neue Gesundheitsmentor:innen. Zudem hat die bereits zertifizierte Musikschule Reutlingen eine neue Mentorin.
Fit mit Musik, fit für Musik
Musizieren bedeutet viel mehr als nur ein Instrument zu beherrschen. Sei es physiologisch, emotional oder kognitiv – es fördert und fordert die Musizierenden gleichermaßen. Die Aufgabe der Mentor:innen ist es, die in der einjährigen Fortbildung erlernten Themen an ihren Musikschulen umzusetzen und die vielen Facetten des gesunden Musizierens sowohl an die Lehrkräfte als auch an die Lernenden zu vermitteln. So können die Schüler:innen „gesunder musikschulen®“ bis ins hohe Alter hinein mit Freude und Ausdauer musizieren.
Bundesweit setzen bereits 73 Partnermusikschulen das Thema Gesundheit erfolgreich im Musikschulalltag um. Die nächste Weiterbildung beginnt im Dezember 2023 auf Schloss Kapfenburg. Interessierte Musikschulen können sich online anmelden, es sind noch Plätze frei.
Weitere Informationen zu „gesunde musikschule®“ erhalten Sie hier.
Partner des Projekts sind der Landesverband der Musikschulen Baden-Württembergs e.V., die Techniker Krankenkasse (TK) und die Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg (DRV).
Neue Partnermusikschulen / Mentor:innen
Musikschule Spandau - Irene Cortina González
Musikschule Ehingen - Katrin Schreck
Stadt- und Kreismusikschule Sömmerda "Wilhelm Buchbinder" - Ulrike Ewald-Schulz
Musikschule Markgräflerland e.V. - Mareike Kaiser
Sing- und Musikschule Igensdorf - Ute Eschmann
Kreismusikschule Leer - Thomas Stan Hemken
Städtische Musikschule Altensteig - Johannes Spyrka
Bereits zertifizierte Partnermusikschule / Mentor:innen
Musikschule Reutlingen - Birgit Aicheler
El Viaje - Welturaufführung
Das deutsch-baskische Projekt mit Netflix-Star Itziar Ituño eröffnet am Fr, 21. Juli, das Festival
El Viaje. Bidaia. Die Reise. Das ist der Titel eines außergewöhnlichen deutsch-baskischen Projekts, eines poetisch-musikalischen Abenteuers aus der Feder von Marcus Englert und Xabier Zeberio. Das Stück bringt nicht nur Akteure aus beiden Ländern auf die Bühne, es wurde auch gemeinsam von ihnen entwickelt. Regie führt Agurtzane Intxaurraga, Netflix-Star Itziar Ituño ist eine der Protagonistinnen. Die Welturaufführung findet am Freitag, den 21. Juli, auf Schloss Kapfenburg bei Lauchheim statt, einen Tag später gastiert die Produktion in Schwäbisch Gmünd. Auch Aufführungen im Baskenland sind in Planung.
El Viaje erzählt die Geschichte einer Gruppe von Reisenden, die sich in einer fremden und aufregenden Welt gemeinsam auf den Weg ins Ungewisse machen. Rock verschmilzt dabei mit Klassik, die Musik mit Poesie und das Geschehen auf der Bühne mit einer atemberaubenden Licht- und Videoinstallation. Das Werk ist das Ergebnis eines monatelangen intensiven kulturellen und menschlichen Austauschs über Sprach- und Ländergrenzen hinweg.
¿Cuántas maletas caben en una vida?
Wie viele Koffer passen in ein Leben?
Zitat aus „El Viaje – Die Reise“
Am Anfang des Projekts steht die Pandemie und jede Menge Zeit, die im ersten Lockdown gefüllt werden will. Da steht der Musiker Marcus Englert, der – gedrängt von seinen Söhnen – der Serie „Haus des Geldes“ eine Chance gibt und fasziniert die beteiligten Schauspieler googelt. Dabei fallen ihm vor allem der musikalische Background und die Stimme Itziar Ituños auf. Er schickt ihrem Management eine Anfrage. Die Idee ist, ein gemeinsames Lied aufzunehmen. Das Ende ein abendfüllendes Werk, viele neue Freundschaften und für Englert auch die Reise in eine neues Leben – im Sommer ziehen er und seine Frau Uschi nach Bilbao, wo sie an der deutschen Schule unterrichten werden.
Doch zunächst zurück zum Anfang – das Management Ituños signalisiert, dass auch die baskische Künstlerin Interesse an einer Zusammenarbeit mit Englert hat. So fliegen er und seine Frau am 30. Dezember 2020 nach Bilbao, am Neujahrsmorgen 2021 treffen sie sich erstmals mit Itziar Ituño. Trotz der Sprachbarriere musizieren sie zwei Stunden miteinander. Das Lied „El Viaje – Die Reise“ entsteht und erscheint im Oktober 2021 auf allen gängigen Streamingplattformen.
Marcus Englert hat da bereits begonnen, Spanisch und Baskisch zu lernen, um sich besser mit seinen neuen Freunden austauschen zu können, unter ihnen auch der Musiker und Komponist Xabier Zeberio. Gemeinsam mit Itziar Ituño beginnen sie an einem ganzen Konzertprogramm zu arbeiten.
„Unser Motor ist die Neugierde, unser Treibstoff die Leidenschaft und unser Navi die Verrücktheit.“
Zitat aus „El Viaje – Die Reise“
„El Viaje“ erzählt eine moderne Odyssee, von der Reise durchs Leben und zu sich selbst, von Begegnungen, Menschen, Freundschaft und Liebe. Das halbszenische Stück kennt dabei keine Grenzen, sondern spiegelt die verschiedenen Hintergründe der Beteiligten. Es wird auf Deutsch, Baskisch und Spanisch gesungen und gesprochen, der klassische musikalische Hintergrund Zeberios vermischt sich mit Englerts Leidenschaft für Rock, moderner Tanz mit baskischem Folkloretanz. Keine Wunder, schließlich ist „El Viaje – Die Reise“ das Ergebnis eines monatelangen intensiven Austauschs, online und bei mehreren Probenphasen in Bilbao, eine mitreißende Symbiose der Kulturen.
Maßgeblichen Einfluss darauf hat auch Regisseurin Agurtzane Intxaurraga vom HIKA-Theater San Sebastian, dem baskischen Partner der Produktion. Auf deutscher Seite konnte Marcus Englert mit uns ebenfalls schnell einen Partner finden. So findet die Welturaufführung von „El Viaje“ bei der Eröffnung des Festival Schloss Kapfenburg auf der großen Open Air Bühne statt und wir übernehmen einen Großteil der technischen Produktion.
Momentan feilt das Team noch an letzten Feinheiten, letzte gemeinsame Proben finden in der Woche vor der Premiere in Deutschland statt. Und dann ist es endlich soweit – nach mehr als zwei Jahren Arbeit ist „El Viaje“ am 21. Juli 2023 erstmals live zu sehen.
„Und dann steh ich vor mir, ich bin hier, ich bin hier.“
Zitat aus „El Viaje – Die Reise“
Konzertinfos:
Freitag, 21. Juli 2023, ab 20.00 Uhr
da!SEIN – El Viaje | Die Reise
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El Viaje – Der Song:
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Das Festival Schloss Kapfenburg 2023 wird von der Baden-Württemberg Stiftung mit 60.000 Euro gefördert. Dies sichert in Zeiten von Inflation und hohen Produktionskosten die kostendeckende Durchführung. Unsere Bewerbung bei der öffentlichen Ausschreibung wurde durch den Landtagsabgeordneten Winfried Mack angeregt.
„Das Festival Schloss Kapfenburg ist ein kulturelles Highlight für die ganze Region und hat Strahlkraft weit über den Ostalbkreis hinaus. Daher ist die Förderung durch die BW Stiftung hier am richtigen Ort. Die Vielfalt der Künstlerinnen und Künstler ist für mich das Besondere, für jeden ist etwas dabei. Und natürlich ist die Atmosphäre einzigartig“, so der Politiker. „Mein persönliches Highlight ist immer die Eröffnung mit der Mischung aus lokalen Musikschaffenden und internationalen Stars.“
Dabei haben Kunst und Kultur die Schockstarre der Corona-Pandemie nach wie vor nicht abgeschüttelt. Die Menschen bleiben fern und Internationalität, der offen Austausch der Kulturen, scheint nur noch eine vage Erinnerung zu sein. Eine Situation, die durch den Ausbruch des Krieges in Europa und die Inflation verschärft wurde. Kunst und Kultur müssen daher neu gedacht werden, Bewährtes neuformiert und Internationalität wiederbelebt werden.
Das gilt auch für etablierte Institutionen wie die Stiftung Schloss Kapfenburg, die seit 24 Jahren ein kultureller Leuchtturm der Region ist. Dabei galt schon vor der Pandemie – Kultur ohne Partner ist nicht möglich. Das gilt vor allem für eine Großveranstaltung wie das Festival Schloss Kapfenburg. „Bühne, Technik, Gastronomie - wir bauen hier jedes Jahr eine kleine Festivalstadt auf. Das sind Kosten im sechsstelligen Bereich“, erklärt Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. „Hinzu kommen die Gagen und Kosten wie GEMA, Catering oder Security. Bei unserer Kapazität lässt sich das nicht durch die Eintrittspreise finanzieren, zumal auch hier alles teuer wird. Als Winfried Mack vergangenes Jahr auf mich zukam und uns auf die Ausschreibung der Baden-Württemberg Stiftung aufmerksam gemacht hat, war ich sehr erleichtert. Dank der Förderung konnten wir das Festival neu durchdenken, Reset und Restart.“
Herz des Festivals ist somit das erste internationale Projekt seit langem: die Welturaufführung von „da!SEIN – El Viaje“, die gleichzeitig Auftakt des Open Airs ist. Die Produktion wurde von namhaften baskischen und deutschen Kunstschaffenden entwickelt. Für die Musik zeichnet sich der Schwäbisch Gmünder Musiker Marcus Englert verantwortlich, die Inszenierung übernimmt die baskische Regisseurin Agurtzane Intxaurraga und auf der Bühne stehen renommierte Kunstschaffende wie Itziar Ituño („Haus des Geldes“, „Loreak“). Die Inszenierung bricht dabei mit bekannten Mustern und schafft Anreize, Musik neu zu erleben. Bühnenbild, Video und Licht verbinden sich mit Musik, Tanz und Sprache zu einem Gesamtkunstwerk.
Ein neues Gesamtes, wiedergeborener Sehnsuchtsort quasi, wird auch das Festivalgelände. Die Infrastruktur ist nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern bereits beim Betreten des Geländes ein Erlebnis für die Gäste. Die neue Gastronomie im Obstgarten schafft eine Atmosphäre, die auch nach den Konzerten dazu einlädt, zu verweilen und die Erinnerung an die Musik mit wertvollen Momenten des Austauschs über das Konzerterlebnis zu verknüpfen.
Denn nach der Auftaktveranstaltung „da!SEIN - El Viaje“ erwartet die Menschen Acts wie Katie Melua, Jan Delay oder Konstantin Wecker auf der Bühne im inneren Schlosshof. Mit der neue Tribüne auf der Zwingerwiese wird der Bedarf nach mehr Sitzplätzen gedeckt.
„Ein wichtiger Faktor auch in Hinblick auf die Zukunft“ so von Woellwarth. „Denn die Mehreinnahmen in Kombination mit der BW Stiftung und weiteren Partnern ermöglichen es, Acts anzufragen, die wir uns mit unserer Kapazität ansonsten nicht leisten könnten. Aber genau das wollen wir, die Leute sollen beim Festival die Möglichkeit haben, in der Wohnzimmeratmosphäre des Schlosshofs Acts zu erleben, die sie sonst nur in Hallen oder gar Stadien in Großstädten erleben können. Die Heimat wird quasi zur Metropole inmitten der Natur, ein Anziehungspunkt der Lust macht, Kunst und Kultur wieder live zu erleben.“
Aus Nachbarn werden Partner
Mit dem Lauchheimer IT-Dienstleister Fornax haben wir ab April einen starken neuen Partner an der Seite.
Fornax übernimmt die Betreuung der IT-Umgebung auf dem weitläufigen Areal des Schlosses und engagiert sich auch aktiv als Sponsor unserer kulturellen Arbeit. So hat die GmbH die Patenschaft für das Sauter-Klavier im Oberen Gelben Eckzimmer übernommen, das fortan den Namen „Fornax“ trägt.
„Wir sind stolz auf unser neues „Patenkind“ und freuen uns auf die noch engere Verzahnung mit unserer Heimatstadt und der wichtigen Arbeit der Stiftung“ erklärt Fornax-Geschäftsführer Robert Weber. „Im Rahmen der Aktivitäten zu unserem 15-jährigen Firmenjubiläum wird auch noch die ein oder andere gemeinsame Aktion folgen.“
Auch Akademiedirektor Moritz von Woellwarth freut sich auf die Zusammenarbeit. „Es ist mir in allen Geschäftsfeldern wichtig, dass die Vernetzung so regional wie möglich ist. Ganz gleich ob IT, Wirtschaft, Gastronomie oder Kultur, regionale Einrichtungen sollten im Sinne der Standortstärkung und Nachhaltigkeit Hand in Hand arbeiten.“
Als gemeinnützige Stiftung sind wir auf Partner und Förderer wie Fornax angewiesen, da sie das vielfältige kulturelle Angebot ermöglichen. Das beginnt bereits im kleinen Rahmen – so können Privatpersonen Mitglied im Förderverein der Stiftung werden oder durch Spenden unterstützen. Mit Aktionen wie dem „Sitzplatz fürs Leben“ und den Instrumentenpatenschaften, die die Leasinggebühren für die wertvollen Instrumente abdecken, gibt es weitere Möglichkeiten. Diese eignen sich natürlich auch für Firmen. „Wir begrüßen jährlich rund 50.000 Gäste aller Altersklassen auf dem Schloss, die Tagestouristen nicht eingerechnet“, erläutert von Woellwarth. „Als Partner der Stiftung fördert man daher nicht nur den guten Zweck, sondern auch das gute Miteinander von Menschen.“
Mehr Infos zum Förderverein und den Instrumentenpatenschaften.
Modellprojekt „piccolino“
Prävention & seelische Gesundheitsförderung in der Grundschule
Musik machen bringt Kindern vor allem eins – jede Menge Spaß. Doch Musik kann mehr als nur das, sie kann helfen, sich wohlzufühlen und besser mit Stress umzugehen. Wie das genau funktioniert, lernen Grundschüler:innen in den kommenden zwei Jahren im Rahmen des Projekts „piccolino“ an zwei Grundschulen in Baden-Württemberg. Finanziert und gefördert wird das Projekt durch die Techniker Krankenkasse (TK).
„pic – pic – piccolino“ tönen Kinderstimmen im Chor durch die Gänge der Kocherburgschule Unterkochen und der Grundschule Sulz am Eck in Wildberg. Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres tauchen die Kinder wöchentlich für eine ganz besondere Stunde in die Welt der Musik ein. Singen, Klatschen, Trommeln, Reimen, Hören, Musizieren - im Rahmen des Projekts „piccolino“ beschäftigen sie sich intensiv mit Musik und Rhythmik. Neben dem Spaß am Musizieren steht ein wichtiges Thema im Fokus von „piccolino“: die seelische Gesundheitsprävention.
Die Kinder machen musikalische Erfahrungen, entwickeln mittels Musik ein Gruppengefühl und setzen sich spielerisch mit Themen wie Gefühlen, Emotionen und Stress auseinander. Im Tandem vermitteln die elementare Musikpädagogin der Musikschule vor Ort und die Grundschullehrkraft, wie sich die Schüler:innen durch Musik ausdrücken können und wie sie helfen kann, wenn sie sich beispielsweise gestresst fühlen.
Damit das Projekt nachhaltig wirkt, ist eine wöchentliche Durchführung der „piccolino“-Schulstunde in den Stundenplan fest integriert. Auf insgesamt zwei Jahre ist das Modellprojekt angelegt. Es wurde von unserer Abteilung Bildung & Gesundheit konzipiert und wird ermöglicht durch eine finanzielle Förderung der Techniker Krankenkasse. Beteiligte Musikschulen sind die Musikschule Oberkochen-Königsbronn und die Musikschule Wildberg. piccolino – Prävention & Gesundheitsförderung in der Grundschule
Hintergrundinformationen
Unser Fachbereich „Bildung & Gesundheit“ stellt mit „piccolino“ ein von der Techniker Krankenkasse gefördertes Projekt vor, in welchem das Thema seelische Gesundheitsprävention und Gesundheitsförderung im Setting Grundschule umgesetzt wird. Nach den Auswertungen der ersten Modellphase in den vergangenen Jahren und der Konzeptionsphase (2022) geht „piccolino“ nun an zwei ausgewählten Grundschulen in Baden-Württemberg in die nächste landesweite Modellphase. Zwei Musikschulen kooperieren dabei mit uns.
Auf dem Bild ist Klasse 1b der Kocherburgschule Unterkochen zu sehen.
Die vielen Gesichter der Nachhaltigkeit auf Schloss Kapfenburg
Nachhaltig muszieren, feiern und tagen – geht das überhaupt? Und was können und müssen Eventlocations tun, um Konzerte, Hochzeiten und andere Veranstaltungen möglichst nachhaltig durchzuführen?
Wir haben uns der Herausforderung gestellt. Denn Lisa Jäger von der Hochschule Aalen hat im Rahmen ihrer Masterarbeit unsere Einrichtung unter die Lupe genommen. „Ganzheitliche Bewertung und Konzeption von Events – Sicherheit, Nachhaltigkeit & Wirtschaftlichkeit" lautet ihr Titel, betreut wurde sie dabei von Prof. Dr. Ulrich Holzbaur, Ansprechpartnerin bei der Stiftung war Franziska Groß. Ein parallel zur Abschlussarbeit entstandener Leitfaden zeigt nicht nur auf, dass wir auf einem guten Weg ist, er gibt auch anderen Veranstaltenden und Besuchenden Anregungen, was sie selbst zur aktiven Förderung von Nachhaltigkeit tun können.
Der Klimawandel ist eine der größten und schwierigsten Herausforderungen für unsere heutige Gesellschaft.
Landrat Dr. Joachim Bläse im Vorwort des Leitfadens
Um das 21. Jahrhundert so zu gestalten, dass heutige und zukünftige Generationen ihre materiellen und kulturellen Bedürfnisse befriedigen können, benötigt die Gesellschaft die richtigen Strategien. Dies gilt für Ressourcenschonung und Umweltschutz, für wirtschaftliche Auswirkungen und Wertschöpfung, aber auch für soziale Gerechtigkeit und den Erhalt der menschlichen Kultur und Sicherheit. Zukunftsgerichtete Strategien und zielgerichtete Maßnahmen müssen all diese Aspekte einschließen. Auf globaler Ebene wurden bereits 17 Zielen für nachhaltige Entwicklungen vereinbart, die bis 2030 die richtigen Weichen stellen und den Weg für gelebte Nachhaltigkeit ebnen sollen. Wenn sie das nicht tun, ist es womöglich zu spät.
Genau unter diesem Gesichtspunkt hat Lisa Jäger ein internes Nachhaltigkeitsanalyse-Tool für Schloss Kapfenburg geschaffen. Es soll uns helfen, unser Handeln nachhaltig zu verbessern und anderen Anregungen für Nachhaltigkeit in ihrem (Lebens)Bereich geben.
Die Verbindung von Eventmanagement und Nachhaltigkeit umfasst dabei zwei Bereiche. Zum einen sollte Nachhaltigkeit bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen berücksichtigt, zum anderen die Besuchenden auf die Thematik aufmerksam gemacht werden. Im besten Fall werden sie sensibilisiert, selbst nachhaltiger zu handeln – bei Veranstaltungen und im privaten Bereich. „Nachhaltigkeit ist ein Schlüsselwort für viele Bewegungen im 21. Jahrhundert. Was dies aber konkret in unserem Leben bedeutet und welches Ringen im richtigen Umgang von Energie, Ressourcen und Sprache damit verbunden ist, oft noch sehr unscharf", so Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. "Ich bin Lisa Jäger sehr dankbar, dass sie sich die Mühe gemacht hat, unsere momentane Struktur einmal systematisch zu durchleuchten und uns Anregungen zu geben."
Als größter Schwachpunkt hat sich dabei die Lage der ehemaligen Deutschordensfeste herausgestellt –idyllisch inmitten der Natur gelegen, aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur schwer zu erreichen. Vom Bahnhof Lauchheim ist man zwar nur anderthalb Kilometer entfernt, aber der steile Anstieg eine Herausforderung.
Um neue Anreize und Möglichkeiten zu schaffen, haben wir bereits erste Schritte unternommen. So sind wir seit September Partner von bwegtPLUS, einem Programm rund Nachhaltigkeit und Klima im Land. Gäste, die mit einem Ticket im bwtarif anreisen, erhalten ermäßigten Eintritt für Konzerte und Schlossführungen. Zudem führt die Stiftung Gespräche mit weiteren möglichen Partnern, die unter anderem das Angebot von Shuttlebussen beim Festival ermöglichen sollen. Denn die Emissionen bei der Anreise sind ein entscheidender Faktor für die negativen Umweltauswirkungen der Veranstaltung. So kommen beim durchschnittlichen Anreiseweg von 30 Kilometern ganze 33 Kilogramm Co2 zusammen – pro Auto. Schon die Bildung von Fahrtgemeinschaften kann einen erheblichen Unterschied machen.
Überhaupt fängt Nachhaltigkeit oft im Kleinen an. Sei es das Kaugummipapier in einem Mülleimer zu entsorgen, die Verwendung umweltschonender Seife, die Rollstuhlrampe oder die Kartoffeln vom regionalen Bauernhof, viele Mosaike ergeben schließlich das große Ganze. Und das kann viel bewirken – bei Veranstaltungen und im Alltag.
Der Leitfaden „Nachhaltig Feiern, Muszieren und Tagen auf Schloss Kapfenburg“ von Lisa Jäger kann hier kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Auf einen Druckversion verzichten wir bewusst – ganz im Sinne der Nachhaltigkeit.
gesunde musikschule® - Neue Mentor:innen
Am Sonntag schlossen 11 Teilnehmende des Projekts „gesunde musikschule®“ erfolgreich ihre Weiterbildung ab.
Musikschüler:innen in gleich sieben weiteren Städten und Verbänden werden zukünftig im Unterricht vom Engagement ihrer Musikschulen im Bereich Musizierendengesundheit profitieren. Denn die gemeinnützigen Musikschulen Bamberg, Nordfriesland, Oberallgäu Süd, Reutlingen, Unteres Remstal, Wildberg und Hamm haben Mentor:innen für Musizierendengesundheit ausbilden lassen. Zudem hat die bereits zertifizierte Kreismusikschule Kon.centus eine neue Mentorin.
Neben der musikalischen Ausbildung wird den Schüler:innen im Unterricht zukünftig ein solides Grundwissen im Bereich Musikgesundheit vermittelt. Dazu gehören beispielsweise Stressbewältigungs- und Atemtechniken oder die physiologische Haltung am Instrument. So kann Haltungsschäden und Überlastungen, aber auch mentalen Problemen, wie zum Beispiel Auftrittsängsten, vorgebeugt werden. Durch das erlernte gesunde Musizieren können die Schüler:innen „gesunder musikschulen®“ bis ins hohe Alter hinein mit Freude und Ausdauer musizieren.
66 Musikschulen bundesweit haben seit dem Projektstart 2009 Mentor:innen für Musikgesundheit ausbilden lassen und nehmen damit eine Vorreiterrolle in der aktuellen Bildungslandschaft ein. Die nächste Weiterbildung beginnt im November 2022 auf Schloss Kapfenburg, es sind noch Plätze frei. Mehr Infos
Malperformance unter freiem Himmel
Ulrich Brauchle kreiert Bühnenbild auf Schloss Kapfenburg
Nach zwei Tagen Dauerregen zeigt der Herbst endlich Einsicht und sich von seiner schönsten Seite. Perfektes Timing, die Malperformance Ulrich Brauchles auf Schloss Kapfenburg kann unter freiem Himmel stattfinden. Der Künstler hat eine riesige Rolle dabei. Darauf Papier, 3 Meter breit, 9 Meter lang. Eine weiße Landschaft, die sich auf dem Schlossinnenhof entrollt, und zum Leben erweckt werden will. Ein Besen kommt dabei zum Einsatz, Tücher, Pinsel und das Wichtigste - Tusche aus Walnussschalen in einem satten, warmen Braun. Immer wieder tritt Brauchle einige Schritte zurück, um das Werk zu betrachten, wischt, zeichnet und malt bis er schließlich nach rund anderthalb Stunden zufrieden ist. Die Herbstsonne übernimmt den Rest und trocknet die Farbe für den Transport in den Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal. Nach einigen strategischen Überlegungen gelingt es dort gemeinsam mit dem Team der Stiftung das 27qm² Bühnenbild unbeschadet anzubringen.
Das Ergebnis - es ist beindruckend. Die ganze Bühne ist plötzlich ein lebendiges Kunstwerk, das tausend Geschichten zu erzählen vermag. Von der Sonne und den Sternen, den Vögeln am Himmel, sanften Wellen am Strand und anderen Wundern der Natur. Das warme Braun der Walnuss fließt dabei in die Farben des Schlosses über, das Gemäuer mit seinen jahrhundertealten Hölzern und Steinen wird zum Spiegel der Kunst.
Sehen kann man das Werk am Freitag, 07. Oktober, beim Konzert des Tomasz Kowalczyk Trios mit Markus Stockhausen. Neben dem Bühnenbild sind weitere Werke Brauchles im Konzertsaal und Bandhausbistro ausgestellt. Darunter einige neue farbige Ölbilder und kleine Bilder mit Walnussbeize auf Büttenpapier. Auch hier wechseln lyrisch reduzierte Motive mit kraftvoll gestischen Formen einander ab. Der Künstler hat alle Bilder mit ausgesuchten heimischen Hölzern passend eingerahmt.
Infos & Tickets zum Konzert: Klick
Preisgekrönt: Laura Braun und Runzhe Li
Trude Eipperle Rieger-Preistragenden 2022 stehen fest
Der diesjährige Trude Eipperle Rieger-Preis geht an die Sopranistin Laura Braun und den Tenor Runzhe Li. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, den 13. Oktober, im Rahmen der Begegnungen auf Schloss Kapfenburg statt. Gastrednerin ist Kultusministerin Theresa Schopper. Der Eintritt ist frei.
Bereits zum 17. Mal wird der Trude Eipperle Rieger-Preis für Gesangstalente verliehen, auch in diesem Jahr erhalten ihn zwei junge Menschen mit außergewöhnlichen Stimmen - Laura Braun und Runzhe Li.
Laura Braun wurde 1995 in Passau geboren und begann ihr Gesangsstudium 2016 bei Prof. Íride Martínez an der Hochschule für Musik in Nürnberg und führt dieses aktuell bei Prof. Brigitte Geller fort. Zudem studiert sie seit 2017 in der Liedklasse von Professor Marcelo Amaral. Sie besuchte Meisterkurse bei Brigitte Fassbaender, Prof. Christiane Iven, Prof. Robert Gambill, Christoph Prégardien, Marie Paule-Hallard und Raina Kabaivanska. Laura Braun ist Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbandes Nürnberg sowie der Fördergesellschaft der Hochschule für Musik Nürnberg und erhielt den Jugendmusikförderpreis der Sparkassenstiftung Passau. Die Sopranistin debütierte 2021/22 am Staatstheater Meiningen als Königin der Nacht in Mozarts „Die Zauberflöte“.
Der chinesische Tenor Runzhe Li wurde 1998 geboren. Er machte 2021 unter der Leitung von Prof. Bo Song am Shanghai Conservatory of Music seinen Bachelor im Fach Gesang, parallel nahm er am Konservatorium Kammermusikunterricht bei Prof. Zheng Zhou. Seit dem Wintersemester 2021/2022 studiert er Liedgestaltung bei Prof. Marcelo Amaral an der Hochschule für Musik Nürnberg. Runzhe Li besuchte unter anderem Meisterkurse bei Prof. Hartmut Höll, Graham Johnson und Prof. Simon Lepper. Im Dezember 2020 sang er das Tenorsolo in Beethovens 9. Symphonie mit dem Shanghai City Symphony Orchestra und trat 2022 beim Festival Victoria De Los Ángeles in Barcelona auf, zudem gab er Liederabende in seiner Heimat China und in Deutschland.
Ein Meisterkurs bei Prof. Bernhard Epstein und Frédérique Friess führte Ruzhe Li bereits 2019 an die Internationale Musikschulakademie Schloss Kapfenburg, wo er nun am 13. Oktober gemeinsam mit Laura Braun den Trude Eipperle-Rieger-Preis entgegennehmen wird. Die beiden werden den Abend auch musikalisch gestalten. Begleitet werden sie vom Pianisten Marcelo Amaral, der sie in Nürnberg im Fach Liedgestaltung unterrichtet. Gastrednerin bei der Veranstaltung ist die baden-württembergische Kultusministerin Theresa Schopper.
Der attraktiv dotierte Trude Eipperle Rieger-Preis wird seit 2005 von der Trude Eipperle Rieger-Stiftung in Kooperation mit der Stiftung Schloss Kapfenburg und der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart verliehen. Als gestiftetes Erbe der Sopranistin Trude Eipperle Rieger (1908-1997) werden mit ihm junge Sängerinnen und Sänger gefördert, die im Bereich klassischen und zeitgenössischen Liedgutes gesanglich Außerordentliches leisten. Zu den bisherigen Preisträgern zählen heute so international erfolgreiche Künstler wie Johannes Kammler, Niamh O'Sullivan oder das Calmus Ensemble.
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Ob Konzerte, Kultur im Restaurant, Schlossführungen oder das große gemeinsame Open Air singen am 03. Oktober oder Kultur im Restaurant - der Herbst wird bunt!
Pandemie, Krieg in Europa, Inflation. Die letzten zwei Jahre hatten es in sich und ein Ende scheint nicht in Sicht. Gemeinsam mit LOTTE haben wir daher die Aktion „Zwei zu Eins für LOTTE“ ins Leben gerufen: jedes Stehplatzticket fürs Konzert am Sa, den 23. Juli, ist für 2 Personen gültig. Partner der Aktion sind die i Live Group die Maschinenfabrik Seydelmann.
Vor allem die Jugend hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie solidarisch eingeschränkt und das obwohl es eigentlich zum Erwachsen werden gehört, sich Auszutauschen, Freunde zu treffen, Auszugehen, kurz – Spaß zu haben und das Leben zu entdecken. Jetzt, wo das wieder möglich wäre, steigen plötzlich die Preise und die Menschen sind gezwungen, sich aus finanziellen Gründen einzuschränken. Wie so oft, bleiben dadurch die schönen Dinge im Leben auf der Strecke.
Das fiel auch uns in den vergangenen Wochen auf. „Unsere Probengäste sind vor allem junge Menschen, die mit ihren Schulen für ein paar Tage zum Musizieren zu uns kommen“, erklärt Chef Moritz von Woellwarth. „Für viele ist es das erste Mal seit 2020, dass sie von zuhause wegkommen, viel Zeit mit Gleichaltrigen verbringen können und sie verbreiteten eine ansteckende Lebensfreude. Im Gespräch wird dann schnell klar, dass sie Lust hätten noch viel mehr zu unternehmen, aber leider oft nicht das Geld dafür da ist. Nicht nur die Jungen, auch Ältere müssen momentan zweimal auf jeden Cent schauen und es bleibt kein Budget mehr für Musik, Kunst und Kultur. Und das kann einfach nicht sein.“
Daher haben wir das Management von LOTTE kontaktiert, die vor allem junge Fans hat, und gefragt, ob es nicht eine Lösung gäbe. Schon wenige Minute später war die Aktion „Zwei zu Eins für LOTTE“ geboren – wer ein Stehplatzticket für das Open Air hat, kann kostenfrei eine zweite Person mitbringen. Das gilt für alle Tickets, die noch gekauft werden oder schon gekauft wurden. Auch wer ein Sitzplatzticket hat, kann gerne noch jemanden mitbringen, der das Konzert dann im Stehplatzbereich genießen kann. „Wir hoffen so möglichst vielen Leuten einen schönen Abend mit Freunden oder der Familie zu ermöglichen, der sonst nicht möglich gewesen wäre. Davon lebt unsere Einrichtung schließlich – Menschen mit und für die Musik zu verbinden.“
Das Konzert am Samstag, den 23. Juli, wird von „The Quips und Moritz Patzer“ eröffnet, die den Bandcontest in Kooperation mit dem XAVER gewonnen haben. Im Anschluss rocken Support LIAS und LOTTE die Festivalbühne auf Schloss Kapfenburg.
Unser Dank gilt
i Live Group GmbH
Maschinenfabrik Seydelmann
Abenteuerzeit auf der Ostalb - jetzt „Entdecker-Päckle“ sichern und die Ostalb entdecken!
Mit dem „Entdeckerpass“ können Sie vom 4. Juni 2022 bis 18. September 2022 auf Stempeljagd gehen und die schönsten Aussichten, Fernblicke und Weitblicke auf der Ostalb entdecken. An insgesamt 25 Geheimtipps und weniger frequentierten Schauplätzen stehen Stempelstellen für den „Entdeckerpass“ für Sie bereit – eine davon ist Schloss Kapfenburg.
Ziel ist, mindestens 20 Stempel unterschiedlicher Stempelstellen zu sammeln – wer 20 individuellen Stempel gesammelt hat, kann einen von 50 Preisen gewinnen. Der Hauptpreis ist eine Fahrt mit dem Heißluftballon der Schwäbischen Post/Gmünder Tagespost.
Alle Infos gibt es hier: www.deine-ostalb.de/Entdeckerpass.
Wir wünschen viel Spaß beim Sammeln und Entdecken!
Vier Acts haben es nach der Auswahl der Jury ins Finale des Bandcontests der Stiftung Schloss Kapfenburg und des XAVER geschafft. Jetzt liegt es am Publikum online abzustimmen, wen es am Samstag, 23. Juli, als Support von LOTTE sehen will.
17 Bands und Solokunstschaffende haben sich beim Contest beworben, es waren 17 Bewerbungen von großartigen Muszierenden. Nach der Punktevergabe der Jury - Moritz von Woellwarth, Tom Jentsch, Axel Nagel und Luise Kunz – in den Kategorien Sound, Kreativität, Texte und Auftreten stehen nun die Finalist:innen fest: Die Singer-Songwriterin Yeama, die Bands "Lilak" & "The Quips und Moritz Patzer" sowie Singer-Songwriter Paulus Ott.
Bis zum 13. Juni kann nun auf YouTube abgestimmt werden, wer die Chance erhält, auf der Bühne des Festival Schloss Kapfenburg zu stehen und das Konzert von LOTTE zu eröffnen. Gewinnen wird der Act, dessen Video die meisten Likes erhält – jede Stimme zählt!
Die Finalist:innen
LILAK Wir bleiben wach, bis die Wolken wieder Lilak sind! Die junge Band aus dem Herzen der Region steht zwar erst seit gut drei Jahren zusammen auf der Bühne, beweist aber großes musikalisches Können und Kreativität! Mittlerweile siebenköpfig spielen sie ein Konzert nach dem anderen und haben eine wachsende, treue Fanbase. Zwei EPs und ein Album gibt es schon – to be continued! Beim Bandcontest haben sich Lilak mit ihren Songs „Immer wieder“, „Mia“ und „Mojito“ beworben. Mehr zu LILAK auf www.lilak.band.
Paulus Ott Paulus Ott aus Ellwangen ist zwar noch recht neu in der Szene, das hört man aber ganz und gar nicht! Der gelernte Gitarrist und Ensembleleiter stand schon mit 4 Jahren auf der Bühne und präsentiert nach dreijähriger Schaffensphase nun sein eigenes Material, das uns direkt begeistert hat! Ein Vollblutmusiker mit großem Talent fürs Texten. Beim Contest hat Paulus Ott sich mit seinen Songs „Allein“, „Blaue Knöchel“ und „Forgot your Name“ beworben. Mehr zu Paulus Ott auf seinen Social-Media-Kanälen.
The Quips und Moritz Patzer Gänsehaut! Wenn Moritz Patzer beginnt zu singen, trifft das direkt ins Herz. Der junge Aalener schreibt erst seit relativ kurzer Zeit seine eigenen Songs und hat sich für den Bandcontest mit „The Quips“ aus dem Ostalbkreis zusammengetan. Die Band um Frontman Jonas Esslinger spielt seit 2018 zusammen und releaste 2020 ihre Debüt-EP. Beim Bandcontest haben sich Moritz Patzer und The Quips mit ihren Songs „Headlights“, „Obvious“ und „Lovesong“ beworben. Mehr zu Moritz Patzer und The Quips auf Social Media und www.thequips.de.
Yeama Was eine Stimme! Yeama ist eine 29-jährige Singer/Songwriterin aus Stuttgart, die sowohl laut als auch leise überzeugt. 2021 erschien ihre erste EP „Real Identity“. Spielend leicht wechselt Yeama in ihrer Musik zwischen den Stilen und Genres und vermischt Eigenes mit Inspirationen und Interpretationen großer Jazz- und Soul Sängerinnen wie Janelle Monaé und Amy Winehouse. Beim Bandcontest hat sich Yeama mit ihren Songs „Golden Chords“, „Real Identity“ und „Silence“ beworben. Mehr zu Yeama auf www.yeamamusic.de.
Kunst AG Martinus Schule
Stiftung Haus Lindenhof
Pop up-Galerie
Bandhaus, Schloss Kapfenburg
Samstag, 07.05.2022, 15.00-18.00 Uhr
Sonntag, 08.05.2022, 11.00-15.00 Uhr
Eintritt frei
Kunst ohne Grenzen
Das Kunst-Atelier der Martinus Schule wurde 1994 gegründet und ermöglicht es Kindern zu experimentieren, malen, zeichnen, drucken und dreidimensional gestalten. So wird der Spaß am Schaffen und das kreative Ausleben gefördert. Gleichzeitig helfen Zeichnen und Malen bei der Entwicklung des Wahrnehmungsvermögens und regen die Fantasie an.
Welch ausdrucksstarke Werke dabei entstehen, kann man am Wochenende auf Schloss Kapfenburg sehen. Es besteht die Möglichkeit, die Bilder zu erwerben, und so die Arbeit an der Schule zu unterstützen.
Eröffnet wird die Galerie am Freitag, den 06. Mai, im Rahmen des Turnaround-Konzerts der Tobias Becker Big Band. Akademiedirektor Moritz von Woellwarth spricht einführende Worte. Im Anschluss können die Werke am Samstag und Sonntag besichtigt werden. Am Samstag besteht nach vorheriger Tischreservierung die Möglichkeit, den Galeriebesuch mit einem Essen im stiftungseigenen Restaurant Fermata zu verbinden.
Vernissage
im Rahmen des Turnaround-Konzerts der
Tobias Becker Big Band
Freitag, den 06. Mai, Einlass ab 19.00 Uhr, Beginn 20.00 Uhr
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal, Schloss Kapfenburg
Normalpreis 20,00 Euro, ermäßigt ab 15,00 Euro
Inklusion bedeutet, jedem Menschen den Raum zu geben, den er braucht, um teilnehmen oder mitmachen zu können. Aussehen, Sprache oder Behinderung treten in den Hintergrund und verlieren jede Bedeutung. Doch durch die Pandemie hat Inklusion extrem an Praxis verloren, die direkte Kommunikation und der offene Austausch verstummten. Daher legen wir einen neuen Schwerpunkt auf das Thema.
Das Benefizkonzert „Musik ohne Grenzen“ soll ein erster positiver Aufschlag sein, der Mut und Lust auf Neues macht. Mit dem Ensemble „Inklusiv-Exklusiv“ der Städtischen Musikschule Ellwangen und der Chorwerkstatt Rindelbach musizieren inklusive Ensembles aus der Region. Zudem spielen Georg Wacker und Ulrich Herzog an zwei Flügeln Werke von Beethoven, Bach und Chopin. Der Geschäftsführer der Staatlichen Toto-Lotto GmbH Baden-Württemberg und der ehemalige Topmanager der EnBW sind ein ungewöhnliches musikalisches Paar, denn Wacker ist studierter Pianist, Herzog Autodidakt ohne jegliche Notenkenntnisse. Der frühere Präsident des Landesmusikrates und Staatsrat a.D. Prof. Wolfgang Gönnenwein führte sie einst als ein "sehr vielversprechendes und interessantes Duo" zusammen. Und obwohl beide anfänglich dachten, dass aus diesem musikalischen Experiment nie etwas werden könnte, spielen sie mittlerweile regelmäßig zusammen - das nächste Mal am Sonntag, den 24. April auf Schloss Kapfenburg.
Am Samstag, den 07. Mai, findet dann der Workshop „Musik ohne Grenzen“ statt, in dem Menschen mit und ohne Behinderung, unabhängig von Alter oder musikalischer Erfahrung, gemeinsam Musik machen können. Die Veranstaltung unter der Leitung des Perkussionisten und Pädagogen Hans Fickelscher soll weiteren Mut zur Inklusion machen und verpflichtet sich ganz dem Motto „Musik gemeinsam erleben“. Anmelden können sich alle, die Lust auf gemeinsames Musizieren ohne Grenzen haben, auch wenn sie bislang keinerlei Berührungspunkte mit Inklusion hatten.
Am selben Wochenende präsentiert die Kunst AG der Martinus Schule der Stiftung Haus Lindenhof ihre Werke bei der 3. Pop up-Galerie im Bandhaus. Das Kunst-Atelier wurde 1994 gegründet und ermöglicht es Kindern zu experimentieren, malen, zeichnen, drucken und auch dreidimensional gestalten. Das Ziel ist, den Spaß am Schaffen und das kreative Ausleben der eigenen Vorstellungskraft und Interpretationen zu fördern. Gleichzeitig helfen Zeichnen und Malen bei der Entwicklung des Wahrnehmungsvermögens und regen die Fantasie an.
Das Benefizkonzert – Musik ohne Grenzen
mit Georg Wacker & Ulrich Herzog, Piano Ensemble
Chorwerkstatt Rindelbach
Ensemble „Inklusiv-Exklusiv“ der Städtischen Musikschule Ellwangen
Sonntag, 24. April 2022, 11.00 Uhr
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal, Schloss Kapfenburg
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich
Infos & Anmeldung
Der Workshop – Musik ohne Grenzen
mit Hans Fickelscher
Samstag, 07. Mai 2022, 10.00 Uhr
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal, Schloss Kapfenburg
50,00 Euro inkl. Mittagessen, ermäßigt 30,00 Euro
Infos und Anmeldung
Die Pop up Galerie – Kunst ohne Grenzen
Kunst AG Martinus Schule Stiftung Haus Lindenhof
Fachleiterin Anita Baier-Burth
Bandhaus, Schloss Kapfenburg
Samstag, 07.05.2022, 15.00-18.00 Uhr
Sonntag, 08.05.2022, 11.00-15.00 Uhr
Eintritt frei
Mehr Infos
Auf demselben Festival spielen wie Niedeckens BAP und Max Giesinger? Für eine Band aus der Region wird dieser Traum bald wahr. Denn gemeinsam mit dem XAVER suchen wir einen Opener für Shootingstar LOTTE und Support Act LIAS.
Teilnehmen können Solokünstler:innen und Bands aus den Genres Pop und Rock. Dafür müssen sie bis zum 01. Mai drei Songbeispiele einreichen, zwei der Lieder sollten Eigenkompositionen sein. Die vierköpfige Jury wählt dann bis zum 13. Mai aus allen Teilnehmenden vier Finalisten aus, für die das Publikum bei einem Online-Voting stimmen kann. Die Sieger-Band bzw. Künstler:in wird schließlich am 13. Juni bekannt gegeben.
Alle Infos zu den Teilnahmebedingungen und zum Contest gibt es auf www.xaver.de, wir freuen uns auf Eure Bewerbung!
Das Video des Finales von "in situ 22 - Talking Drums" ist online.
Viel Spaß beim Ansehen!
PAUL GROLL
Pop up-Galerie
In Anwesenheit des Künstler
Bandhaus, Schloss Kapfenburg
Samstag, 26.03.2022, 15.00-18.00 Uhr
Sonntag, 27.03.2022, 11.00-15.00 Uhr
Eintritt frei
Es gilt 3G
Mehr Infos zum Künstler auf www.paulgroll.de.
Vom Hören und Sehen
Menschliche Figuren, rätselhafte Darstellungen in leuchtendsinnlicher Farbeorchestrierung und Motive aus der Musik stehen diesmal im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Paul Groll, denn Musik und Kunst sind bei der Pop up-Galerie auf Schloss Kapfenburg thematisch eng miteinander verbunden.
Die Vernetzung von Musik und Malerei zeigt sich in den Bildtiteln, die Groll für die Ausstellung gewählt hat. „Der Vogelfänger“ und „Die kleine Nachtmusik“ oder auch das „Leise sich herantasten“ ans Klavier sind beredte Beispiele dafür. Es sind Illustrationen zur Verwandtschaft zwischen Melodie und Malerei, welche die ältesten innerhalb der Künste sind, Begriffe wie Klangfarbe und Lautmalerei belegen die Nähe der beiden. Musik wird im Notenbild notiert, der Partitur, und auf die Komposition als formalem Aufbau trifft man in Musik wie Malerei. Groll notiert seine Kompositionen spontan und „leichtsinnig“ auf seine Leinwände. Wie auf einem Skizzenblock setzt er dabei seine Eindrücke der Wirklichkeit spontan und gestenreich um. Er ist Maler und Zeichner zugleich. Es entstehen Kürzel, Symbole und Embleme. Die Zeichnung bildet, die Farbe harmonisiert, sie sind „Text“ und „Melodie“. Und so versucht Groll, Musik in seine Bilder zu bringen - ganz im Sinne von Philipp Otto Runges Worten: „Die Musik ist doch immer das, was wir Harmonie und Ruhe in allen drei Künsten nennen. So muss in einer schönen Dichtung durch Worte Musik sein, wie auch Musik sein muss in einem schönen Bilde, und in einem schönen Gebäude, oder in irgendwelchen Ideen, die durch Linien ausgedrückt sind“.
Bei der Pop Up-Galerie auf dem Schloss trifft alles zu, man kann in einem schönen Gebäude in Harmonie und Ruhe schöne Musik hören und schöne Bilder sehen. Denn eröffnet wird die sie am Donnerstag, den 24. März, im Rahmen des 10. Young Stage Förderkonzerts „JAZZma“ mit dem Konstantin Kölmel Trio und FYS aus Waldstetten. Akademiedirektor Moritz von Woellwarth spricht einführende Worte. Er hatte auch die Idee zum neuen Format, das es regionalen Kunstschaffenden ermöglichen soll, ihre Werke im Rahmen der Turnaround-Reihe in Pandemie-Zeiten zu präsentieren. Susanne Scholz machte im Februar den Auftakt, auf Paul Groll folgt unter anderem der Ellwanger Künstler Ulrich Brauchle.
Nach der Eröffnung können die Werke dann jeweils am Samstag und Sonntag in Anwesenheit des Künstlers im Bandhaus besichtigt werden. Eine Anmeldung unter +49 7363 96 18 0 ist nur erforderlich, wenn der Galeriebesuch mit einem Essen im stiftungseigenen Restaurant Fermata verbunden werden soll.
Paul Groll
1953
in Lauchheim geboren
1972
Abitur Schubart-Gymnasium Aalen
1973-1978
Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe bei den Professoren Georg Meistermann und Georg Baselitz
Studium der Kunstgeschichte bei den Professoren Siegfried Wichmann und Andreas Franzke
1975-1978
Studium der Kunstwissenschaft an der Universität Karlsruhe bei den Professoren Lankheit und Hartmann
Erstes und zweites Staatsexamen
Bis 2016 Kunsterzieher am Ostalb-Gymnasium Bopfingen
Mitglied im Berufsverband Bildender Künstler Baden-Württemberg
Grafikförderpreis der Firma Schwan-Stabilo
Preis „Ravenna sula tela“, Ravenna
Preisträger der Stiftung Sparkasse Esslingen-Nürtingen
Paul Groll lebt und arbeitet in Lauchheim
Mit dem Pop Song Sparkling Sauvignon Blanc 2019, The SV Shiraz 2019 und The Soprano Shiraz 2019 haben wir drei neue Schätze in unserem Weinkeller. Sie alle stammen vom südafrikanischen Weingut D'Aria, dessen Winzer Rudi von Waltsleben passionierter Musiker ist.
Winery D'Aria
Das Weingut D’Aria Winery aus der Weinregion Durbanville kann auf eine über 300-jährige Geschichte zurückblicken. Heute steht das hautsächlich bei Einheimischen sehr beliebte Weingut unter Leitung von Winzer und Musiker Rudi von Waltsleben für herausragende herausragende Sauvignon Blanc und Shiraz. Verschiedene Perlweine mit klangvollen Namen wie „Pop Song“ spielen auf das musikalische Können des Winzers an.
Die neuen Weine
D'Aria Pop Song Sparkling Sauvignon Blanc 2019
100% Sauvignon Blanc
Ein prickelnder, tropisch-aromatischer Perlwein mit knackiger Säure aus der Sauvignon Blanc Traube mit Aromen von Guave, Melone und Stachelbeere. Eisgekühlt ein animierender Aperitif und ein idealer Begleiter zu Fisch-, Hühnchen- und Gemüsegerichten sowie Salaten. Perfekt für jede Feier!
D'Aria The SV Shiraz 2019
96 % Shiraz & 4 % Viognier
Dieser vollmundige, fruchtbetonte Rotwein vereint die sorten-typischen Aromen von klassischem Shiraz: Kaffee, gemahlener Pfeffer und Veilchen – mit den sanften floralen Noten von Viognier. Nach der Gärung in offenen Stahltanks, reifte der Wein für 12 Monate in kleinen Fässern aus französischer und amerikanischer Eiche. Passt Solo oder zu würzigem Käse und rotem Fleisch.
D'Aria The Soprano Shiraz 2019
100 % Shiraz
Die handverlesenen Trauben für den Soprano stammen ausschließlich von 36 Jahre alten „Bush Vine“ Rebstöcken im Anbaugebiet Durbanville. Nach der Gärung in offenen Stahltanks, reifte der Shiraz 18 Monate lang in kleinen Fässern aus französischer & amerikanischer Eiche. Nach der Abfüllung ruhte der Wein weitere sechs Monate in der Flasche, bevor er für den Verkauf freigegeben wurde. Das Ergebnis: ein unglaublich komplexer, vielschichtig-vollmundiger Rotwein, mit Duft nach Veilchen und Pflaumen. Am Gaumen überzeugt eine intensiv konzentrierte Palette mit Frucht & dezenten Röstnoten von würziger Eiche. Ein idealer Essensbegleiter zu gegrillten, reichhaltig gewürzten Fleisch- & Wildgerichten.
Genießen Sie diese wunderbaren Weine bei Ihrem nächsten Besuch in unserem Restaurant Fermata!
Am Donnerstag, 17. Februar 2022, stellt Akademiedirektor Moritz von Woellwarth die Weine zudem bei "Wine & Dine" vor, mehr Infos und Buchung hier.
Am 11. Februar verwandelte sich das Bandhaus auf Schloss Kapfenburg zum ersten Mal in einen stilechten Jazzclub. Das Konzert von Markus Ehrlichs Flexible Eingreiftruppe feat. Mette Nadja Hansen war dabei der erste von insgesamt fünf Abenden der neuen Reihe „Turnaround“. Partner der Reihe ist Hosta.
„Gute Musik und gute Drinks - bei Turnaround können sich die Gäste auf einen lockereren Abend ohne formelle Konzertatmosphäre freuen“, erklärt Akademiedirektor Moritz von Woellwarth. „Es geht darum für ein paar Stunden aus dem Alltag auszubrechen, die Musik ist dabei Ausdruck des Lebensgefühls. Denn obwohl die 20er des neuen Jahrtausends bislang alles andere als golden waren, wollen wir ihnen auf dem Schloss ein wenig Glanz verleihen. Selbst wenn man mit Jazz bislang keinerlei Berührungspunkte hatte, wird man es nicht bereuen, in diese Welt einzutauchen. Es ist ein Erlebnis für sich.“
Bei den Konzerten von „Turnaround“ spielen einige der besten Jazzmusiker:innen auf Schloss Kapfenburg. So ist im Mai die Tobias Becker Big Band zu Gast und das Tomasz Kowalczyk Trio hat im Oktober einen der vielseitigsten Musiker unserer Zeit eingeladen - Markus Stockhausen wird das Trio mit seinem einzigartig warmen und intuitiven Improvisationsstil an der Trompete begleiten. Zum Abschluss der neuen Reihe im November kann man schließlich Moritz von Woellwarth mit seinem „Abstrakt Orchester“ live erleben.
Zusätzlich hat das Young Stage Förderkonzert in Kooperation mit den Jazz Lights Oberkochen bei „Turnaround“ eine neuen Ehrenplatz erhalten. Mit „FYS“ aus Waldstetten und dem „Konstantin Kölmel Project“ stehen dann gleich zwei fantastische junge Trios auf der Bühne, die sich die Liebe zum Jazz auf die Fahnen geschrieben haben.
Da es keinen guten Club ohne gute Bar gibt, kann man sich am Tresen des Bandhauses neben Longdrink-Klassikern beispielsweise den neuen Schloss Kapfenburg-Whisky einschenken lassen, den die Staatsdomäne Kapfenburg seit 2021 produziert.
Die Turnaround-Termine im Überblick
Freitag, 11. Februar 2022, 20.00 Uhr
Markus Ehrlichs Flexible Eingreiftruppe feat. Mette Nadja Hansen
Turnaround - Jazz im Bandhaus
Donnerstag, den 24. März 2022, 20.00 Uhr
JazzMa mit FYS und den Konstantin Kölmel Trio
Turnaround – Jazz im Bandhaus / Jazzlights
Freitag, den 06. Mai 2022, 20.00 Uhr
Tobias Becker Big Band
Turnaround - Jazz im Bandhaus
Freitag, den 07. Oktober 2022, 20.00 Uhr
Tomasz Kowalczyk Trio feat. Markus Stockhausen
Turnaround - Jazz im Bandhaus
Freitag, den 25. November 2022, 20.00 Uhr
Abstrakt Orchester
Turnaround - Jazz im Bandhaus