3. Forum Schloss Kapfenburg - Musik & Medizin

Musik und Medizin - das bereits zum dritten Mal stattfindende Forum Schloss Kapfenburg fördert den offenen interdisziplinären Austausch zwischen Musikern, Pädagogen, Therapeuten, Ärzten und allen Interessierten.
 
Nach einer Vortragsreihe am Vormittag haben die Teilnehmer die Möglichkeit, sich in Form einer Diskussionsrunde über die präsentierten Inhalte auszutauschen. Am Nachmittag wird die Vortragsreihe fortgesetzt.
 
Themen des 3. Forums sind unter anderem die Neuropsychologischen Wirkungen von Musik, Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörungen sowie das Thema Auditive Kognition.
 
Als Referenten konnte die Stiftung Schloss Kapfenburg Experten wie Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller (Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin), Prof. Dr. med. Annette Limberger (Hochschule Aalen) und Prof. Dr. rer. nat. habil. Jonas Obleser (Universität zu Lübeck) gewinnen.

Das Programm
(Stand Januar 2020)
 
09.30 Uhr
Registrierung & Begrüßungskaffee

Foyer Bandhaus
 
10.00 Uhr           
Begrüßung
Erich W. Hacker M.A.

(Akademiedirektor Stiftung Schloss Kapfenburg)
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
 
10.15 Uhr           
Eröffnungsvortrag
Neuropsychologische Wirkungen von Musik
Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller
(HMTMH, Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin)
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
                             
10.45 Uhr          
Pause

 
11.00 Uhr
Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung

Prof. Dr. med. Annette Limberger
(Hochschule Aalen)
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
 
Die auditive Aufmerksamkeit ist eine Fähigkeit sich auf akustisch wichtige Signale zu konzentrieren. Eine der wichtigsten Leistungen ist, z.B. Sprache vor einem Hintergrundgeräusch zu verstehen, oder Schallquellen zu orten. Menschen, die Probleme mit der auditiven Aufmerksamkeit haben, also einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) leiden, haben oft Schwierigkeiten, sich auf das Wesentliche zu fokussieren, können also bei Störgeräuschen Gesprächen nicht mehr folgen, oder verstehen manchmal Inhalte nicht, da sie die Wörter nicht richtig wahrnehmen können.
 
Musik kann helfen, diese Funktionen deutlich zu verbessern. So kann das Verstehen im Störgeräusch verbessert werden oder auch andere Wahrnehmungsfähigkeiten des Gehirns. Untersuchungen hierzu an der Hochschule Aalen werden vorgestellt.  
 
11.30 Uhr
Auditive Kognition – was hat das Zuhören mit dem Gehirn als Ganzem zu tun?
Prof. Dr. rer. nat. habil. Jonas Obleser

(Universität zu Lübeck)
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
 
Auditive Kognition ist eine relativ junge Disziplin, in der wir versuchen, das Hören und Zuhören als Leistung des gesamten Denkapparats besser zu verstehen. Wichtige Fragen hierbei sind, wie unsere kognitiven und biologischen Ressourcen - vor allem die sog. Aufmerksamkeit — aber auch momentane Zustände (sogenannte „brain states“) mit darüber bestimmen, wie gut wir gewisse Hörleistungen erbringen können. Ändert sich dies denn deutlich, wenn wir altern? Oder sind es nicht eher die Unterschiede von Mensch zu Mensch und von Moment zu Moment, die das Bild bestimmen? In diesem Vortrag werden vorläufige Antworten hierauf aus unseren aktuellen Studien berichtet.
 
12.00 Uhr
Diskussionsrunde

 
12.45 Uhr
Mittagspause

Fruchtkasten
 
13.45 Uhr
Bewegung und Musiker – Annäherungen an eine komplexe Beziehung
Stephan Berg

Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
 
Bewegung gehört zu den alltäglichen Grundkonstanten des Lebens, eine nähere Betrachtung macht allerdings deutlich, wie vielschichtig das Phänomen ist. Die bewegte und bewegende Tätigkeit des Musizierens wird daher mit disziplinübergreifenden Perspektiven in Beziehung gesetzt, die entwicklungspsychologische, soziokulturelle und sportwissenschaftliche Aspekte aufgreifen. Entscheidend ist, dass MusikerInnen sowohl ihre Bewegungsabläufe selbst initiieren als auch durch die Umwelt – etwa im Orchester – permanent beeinflusst werden. Ausgehend von einem theoretisch differenzierten Bewegungsbegriff eröffnen sich hieraus Potenziale, etwa zur Stärkung der Selbstwahrnehmung, zur Förderung der Gesundheit oder für eine ungewöhnliche Annäherung an soziale Strukturen.
 
14.15 Uhr
Gehörschutz mit speziellem Fokus auf MusikerInnen

Prof. Dr. med. Annette Limberger
(Hochschule Aalen)
Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal         
 
Gehörschutz wird ab einem Pegel von 85 dB (A) in den Arbeitssicherheitsvorschriften vorgeschrieben. Bei MusikerInnen ist die Verwendung von Gehörschutz nicht immer durchgängig zu beobachten. Gründe hierfür sind der schlechte Sitz von Gehörschutz und die verfälschte Wiedergabe von Musik bzw. den unterschiedlichen Instrumenten.
Gehörschutz für MusikerInnen muss daher individuell angefertigt werden. In diesem Vortrag werden sowohl die Notwendigkeit von Gehörschutz bei Musikern als auch verschiedene mögliche Gehörschützer vorgestellt.
 
14.45 Uhr
Pause

 
15.00 Uhr
Mit PEP zum Erfolg - über Anwendung und Forschung zu den Klopftechniken
Antonia Pfeiffer

Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal
 
Die sogenannten Klopftechniken haben in Deutschland den letzten Jahren zunehmend an Beliebtheit gewonnen. In der Methode PEP werden zudem jedes Jahr zahlreiche Musiker-Coaches ausgebildet. Doch was verbirgt sich hinter diesen Techniken? Wie wendet man sie an? Warum und in welchen Situationen wirken sie? Antonia Pfeiffer stellt die Anwendung der Klopftechniken am Beispiel der Methode PEP vor, diskutiert neurohumorale Wirkmechanismen und erklärt warum gerade Musiker von der Anwendung profitieren können.
 
15.30 Uhr
Ausklang: Gespräche & Kulinarisches

Trude Eipperle Rieger-Konzertsaal & Bandhausbistro
 
Termin
Samstag, 24. April 2021
Beginn 09.30 Uhr, Ende ~16.00 Uhr
 
Teilnahmegebühr
70,00 Euro inkl. Verpflegung für VdM-Lehrkräfte in Baden-Württemberg
100,00 Euro inkl. Verpflegung für weitere TeilnehmerInnen
Bei Bedarf zzgl.
51,00 Euro Übernachtung im Einzelzimmer (inkl. Frühstück) pro Nacht
77,00 Euro Übernachtung im Doppelzimmer (inkl. Frühstück) pro Nacht
 
Für die Teilnahme am „3. Forum Schloss Kapfenburg – Musik & Medizin“ wurden bei der Ärztekammer Stuttgart Fortbildungspunkte beantragt.

Anmeldung

 

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Infos & Kontakt
Louisa Eckl
Projektmanagement (Bildung & Gesundheit)

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