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Symposium „Musik & Gewalt“ der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd auf Schloss Kapfenburg

Jugendgewalt fängt nicht erst beim Begehen einer Tat an.

Viele Jugendliche konfrontieren sich selbst jeden Tag mit Gewalt: Sie hören Musik mit gewaltassoziierten Inhalten: Rechtsextremismus, Rassismus, Sexismus und andere Formen von Diskriminierungen sind dabei an der Tagesordnung.

Gewalt unter Jugendlichen und insbesondere Gewalt an Schulen befindet sich in letzter Zeit immer mehr im Fokus der Fachleute und der allgemeinen Öffentlichkeit. Gerade in Baden-Württemberg ist die Diskussion nach den von Jugendlichen verübten Gewalttaten des letzten Jahres (Winnenden, Eislingen) neu entbrannt.

Zwar geschieht in zunehmendem Maße eine Auseinandersetzung mit dem Phänomen Gewalt bei Jugendlichen an sich, wie z.B. sensibilisierende Jugendarbeit oder Anti-Mobbing-Kampagnen. Nicht ausreichend berücksichtigt ist dabei jedoch die Rolle der Musik, die oftmals als harmlos eingestuft wird, während sie eigentlich Mittlerin für Gewaltinhalte ist.

Die Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd richtet ein Symposium zum Thema „Musik & Gewalt“ aus, das an der Internationalen Musikschulakademie Schloss Kapfenburg veranstaltet wird.

Ziel des Projekts ist es, für die im Gange befindliche Etablierung von Gewaltmusik im Umfeld Jugendlicher zu sensibilisieren. Es geht z.B. darum deutlich zu machen, dass der Zugang zu Gewalt durch Musik sehr subtil und von den Jugendlichen selbst oft zunächst unbemerkt stattfindet, weil auf den ersten Blick nicht die (gewaltsamen) Inhalte und Texte im Mittelpunkt stehen. Vielmehr geht es ja zunächst oft um Nutzung von Musik, um die Zugehörigkeit zu einer Clique zu demonstrieren, da Musik zu einem wesentlichen Merkmal der Jugendkulturen gehört. Wissenschaftler/innen, Studierende und Vertreter/innen von Jugendeinrichtungen treffen auf Schloss Kapfenburg zusammen, um diesen und anderen Aspekten des Gewaltthemas Aufmerksamkeit zu schenken.

Als Referent/innen sind folgende Fachleute beteiligt:
Prof. Dr. Georg Brunner, Pädagogische Hochschule Freiburg
Prof. Dr. Erika Funk-Hennigs, Technische Universität Carolo-Wilhelmina Braunschweig
Dr. Michael Herschelmann, Kinderschutz-Zentrum Oldenburg
Prof. Dr. Gabriele Hofmann, Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
Georg Kress, Lehrer und Autor, Heidenheim
Dr. Stefanie Rhein, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg

Für wen ist dieses Symposium interessant?

Für Wissenschaftler/innen aus den Bereichen Musikpädagogik, Musikwissenschaft, Psychologie, Soziologie, Pädagogik, Sozialwissenschaften, Rechtswissenschaften, für Lehrer/innen an Schulen und Musikschulen, für Referendar/innen, Sozialpädagog/innen, Jugendpsycholog/innen, Mitarbeiter/innen der Polizei, Politiker/innen, Schulleiter/innen, Potenzielle Fördereinrichtungen von Projekten und Kampagnen zum Thema „Gewaltfreiheit“ an Schulen und natürlich für Studierende und Schüler/innen.

Tagungsort

Internationale
Musikschulakademie
Kulturzentrum
Schloss Kapfenburg
D-73466 Lauchheim
Fon +49 7363 96 18 0
Fax +49 7363 96 18 20
E-Mail: info [at] schloss-kapfenburg [dot] de
Internet: www.schloss-kapfenburg.de

Dauer des Symposiums

Beginn: 20.01.2010 um 19.00 Uhr Ende: 22.01.2010 um 13.30 Uhr

Teilnahmegebühren

Auftaktveranstaltung am Mittwoch, 20. Januar 2010 mit Innenminister Heribert Rech:
kostenfrei

Tagespreis Donnerstag, 21. Januar 2010 (inkl. Mittagessen und Kaffeepause):
40,00 Euro
ermäßigt 30,00 Euro (Schüler und Studenten)

Tagespreis Freitag, 22. Januar 2010 (inkl. Mittagessen):
30,00 Euro
ermäßigt 20,00 Euro (Schüler und Studenten)

Bitte geben Sie uns Bescheid, wenn Sie während des Symposiums auf Schloss Kapfenburg übernachten wollen. Übernachtungen werden zusätzlich berechnet.

Kontakt für Anmeldung und alle weiteren Fragen

Prof. Dr. Gabriele Hofmann
Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd
University of Education
Oberbettringer Straße 200
D-73525 Schwäbisch Gmünd
gabriele [dot] hofmann [at] ph-gmuend [dot] de

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