St. Martin und der Fürst der Reime
Die “Nacht der Poeten – Ein Abend der komischen Literatur” , die der SWR zusammen mit Schloss Kapfenburg nun schon zum achten Mal im Rahmen des Accelerando-Programms durchführte, bot auch am 06. November eine spezielle Auswahl an Literaten, von denen jeder auf ganz eigene Art und Weise zum alltäglichen Weltgeschehen Stellung nahm. Mit dabei war Severin Groebner, der mit österreichischem Charme seine utopischen Wunschgedanken in Form von Gedichten aus der Reihe “Man müsste mal” vorstellte, außerdem Jochen Schmidt, der auf seine ganz eigene eher ruhige Art den Begriff “Untermiete” ganz neu definierte und wenn nötig auch sein Gehirn und verschiedene Körperteile vermieten würde. Der dritte Gast der Runde war Michael Schönen, der gekrönte Dichterfürst unter den Comedians, der bewies, dass Gereimtes keineswegs “out” ist und Humor auch intelligent und komisch sein kann.
Auch Jess Jochimsen, altbewährter Gastgeber und Moderator der Poetennacht, der im November mit seinem neuen Programm “Durst ist schlimmer als Heimweh” die deutschen Kabarettbühnen bespielt, zeigt seine Überraschung gegenüber der Veränderung des Vokabulars der deutschen Jugend und gibt ganz neue Versionen allbekannter Lieder wie “St. Martin” oder “Ich geh mit meiner Laterne” zum Besten.
Ein ganz besonderes Highlight des Programms bildete das Ukulele Orchestra of Great Britain. Direkt aus London eingeflogen umrahmten die sechs klassisch ausgebildeten Ukulelisten das Programm musikalisch und begeisterten das Publikum mit britischem Humor und musikalischer Perfektion.

