Rückblick Festival Schloss Kapfenburg 2010
Stiftungsfest_„in_Stiftungsfest „in situ 11 – Spartacus“
Mit dem Stiftungsfest „in situ 11 – Spartacus“ startete am Freitag, 23. Juli das Festival Schloss Kapfenburg 2010. Zunächst sorgte die Posaunenband aus Ettlingen für ein unterhaltsames Vorprogramm. Die anschließende feurige Performance musste sich immer wieder gegen das gegensätzliche Element, das Wasser, durchsetzen. Der leichte Regen tat dem Gesamtkunstwerk aber keinen Abbruch. Die Junge Philharmonie Ostwürttemberg spielte unter der Leitung von Uwe Renz neben Aram Chatschaturjans „Spartacus“ auch den „Säbeltanz“ sowie ein Trompetenkonzert von Alexander Arutjunjan, bei dem der junge Solist Maximilian Sutter brillierte. Genährt wurde das Feuer auch von den hervorragenden Feuerartisten Maria Lutz und Ron Kross und natürlich von Joachim Berners fulminantem Feuerwerk.
Südamerikanische Nacht mit Manolito Simonet y su trabuco
Der Auftritt von Manolito Simonet y su trabuco löste am 24. Juli Salsa-Explosionen auf Schloss Kapfenburg aus. Das kubanische Ensemble brachte das Publikum mit ihrer hochkarätigen Salsa- und Timbamusik zum Tanzen. Für das echte Havanna-Feeling durften Cocktails und Zigarren natürlich ebenfalls nicht fehlen.
SWR1 Pop & Poesie in Concert
Mit der konzertanten Version von „Pop & Poesie“ wurde ein großer Hörerwunsch erfüllt: Der Moderator Matthias Holtmann entwarf ein Bühnenkonzept für die Sendung. Am 25. Juli präsentierte das Team aus Schauspielern und Musikern die von Holtmann moderierte Show, die sich als Mischung von Theater und Konzert präsentiert, auf Schloss Kapfenburg. Auf den hervorragend geschauspielerten Liedtext folgte in deutscher Übersetzung der Song in Originalsprache, harmonisch in die Inszenierung eingewoben und ausgezeichnet musiziert. So erlebte das Publikum Hits wie „Highway to hell“ auf eine ganz neue Art und Weise.
BilderTill Brönner & Band live in Concert
Einer der erfolgreichsten deutschen Jazzmusiker hob am 26. Juli die Laune des Publikums auf Schloss Kapfenburg. Mit Regenschirmen und -capes bewaffnet ließen sie sich von Till Brönner in wärmere Gefilde entführen. Sein aktuelles Album „RIO“ klingt nach Sonne, leichter Brise und Chillen. Aber auch bekannte Hits gab er zum Besten, so dass die Jazzfans voll auf ihre Kosten kamen.
SWR2 Studiobrettl XXL
Kabarett und Satire gab es am 27. Juli beim SWR2 Studiobrettl XXL auf Schloss Kapfenburg. Diesmal waren das „Vereiningte Lachwerk Süd“ (Werner Koczwara, Ernst Mantel & Band) sowie Andreas Rebers zu Gast. Für das musikalische Vergnügen sorgten The Puppini Sisters. Mit ihrer von der Swing-Ära der 30er und 40er Jahre geprägten Mischung aus Pop- und Jazzmusik sowie ihrem Sinn für Glamour und Spaß brachten die feschen Sängerinnen Schwung in die illustre Kabarettistenrunde. Verzaubert wurde das Publikum außerdem von Moderator und Magie-Künstler Topas.
Erste Allgemeine Verunsicherung
Die Kultband aus den 80ern ist mit neuem Album und neuer Tour zurück: Am 28. Juli präsentierte die EAV ihr aktuelles Werk „Neue Helden braucht das Land“ auf Schloss Kapfenburg. Politik, Wirtschaft, Medien sind die Themen: Die Welt heute ist eine Blaupause der neuen EAV-Songs. Außerdem gaben sie natürlich auch einige der alten Knaller wie „Banküberfall“ zum Besten.
MILOW live in Concert
MILOW, der Überflieger des Jahres 2009, beehrte am 29. Juli Schloss Kapfenburg. Seine großen Hits wie „Ayo Technology“ und „You don't know“ sang das Publikum Zeile für Zeile mit. Als Support von MILOW spielte das Duo Martin and James. Mit ihrer stimmungsvollen Gitarrenmusik von melancholisch bis leicht rockig stimmten sie hervorragend auf den Konzertabend ein.
Haindling
Am 30. Juli brachte die bayerische Weltmusik- und Klangzauberband Haindling Schloss Kapfenburg in Schwung. Die sechs Musiker, allesamt Multi-Instrumentalisten, präsentierten eine wilde Mixtur aus Popmusik, etwas Jazz und Weltmusik, immer gepaart mit bayerischer Volksmusik in bayerischem Dialekt. Haindling experimentiert gern mit der Sprache, was Stücke wie „Du Depp du depperter Depp du“ oder „Mo mah du“ beweisen. Beißender Spott in den Texten wechselte sich ab mit naiver Poesie oder süßer Romantik, was das Publikum im wahrsten Sinne des Wortes vom Hocker riss.
Nacht der Poeten mit SWR2
Auf der Lesebühne im Trude Eipperle-Rieger-Konzertsaal nahmen am 31. Juli Platz: Dietrich zur Nedden, Hannes Ringlstetter, Matto Kämpf und natürlich Moderator Jess Jochimsen. Der Germanist und Publizist Dietrich zur Nedden trug ziselierte Reime und Zitatkulturen aus seinem Buch „Strafplanet Erde“ vor. Der Meister der Absurditäten Matto Kämpf bewies mit seinen „Tiergeschichten“ und seinem Buch „Krimi“, dass er der Sklave Schweizer Eigenarten ist und Hannes Ringlstetter gab u.a. Weisheiten vom Kanal Astro TV zum Besten. Musikalisch begleitet wurden die Poeten von dem Programm „W-A-I-T-S“, das Sascha Bendiks zusammen mit dem Freiburger Schlagzeuger Schroeder präsentierte.