Anleitung zur mentalen und körperlichen Entspannung
Die häufig einseitige und statische Körperhaltung bei langen Proben oder Auftritten kann muskuläre Verspannungen hervorrufen. Auch Nervosität beispielsweise vor Auftritten verspannt den Körper.
In diesem Kurs vermitteln wir einen ersten Einblick in mentale und körperliche Entspannungstechniken, die dabei helfen können, diese Verspannungen abzubauen.
Progressive Muskelentspannung nach Jacobson
Muskeln verspannen, wenn man sich nervös, reizbar oder gestresst fühlt. Der amerikanische Arzt E. Jacobson machte sich diesen Sachverhalt zunutze, indem er ihn umkehrte. Durch gezieltes Anspannen und Loslassen der einzelnen Muskeln und Muskelgruppen wird die Tiefenentspannung insgesamt eingeleitet; dadurch gelangen auch der Geist und die Seele zu innerer Ruhe und Ausgeglichenheit.
Autogenes Training
Durch das Autogene Training kann man zu einer tiefen, inneren Ruhe gelangen. Wie bei Jacobson widmet man sich beim autogenen Training verschiedenen Muskeln oder Muskelgruppen und gelangt durch die bloße Vorstellung zur Entspannung. Eine gelassene Einstellung zu Alltagsproblemen und die Bewältigung von Stress, Nervosität, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen und Angst kann man mit dieser Technik erreichen.
Feldenkrais
Die Feldenkrais-Methode ist benannt nach ihrem Begründer, dem israelischen Physiker Moshé Feldenkrais. Sie ist ein spezielles Verfahren zur Gestaltung von Lernprozessen. Angestrebt wird, Menschen zu befähigen, über achtsam wahrgenommene Bewegungsabläufe ihr eigenes Lernen zu lenken.
Die Feldenkrais-Methode schafft Lernbedingungen, in denen Menschen sich über die Sensomotorik darin schulen können, ihr Unterscheidungsvermögen auszubilden. Diese Fähigkeit trägt wesentlich dazu bei, dass die Person besser erkennt und versteht, wie sie sich selbst sieht und sich diesem Bild entsprechend im täglichen Leben organisiert. Indem das Bewusstsein über das eigene Tun geweckt wird, entsteht neue Beweglichkeit (in körperlicher, geistiger und seelischer Hinsicht) wie von selbst.
Tai Chi / Qi Gong
Diese beiden Entspannungsmethoden stammen aus China. Während Tai Chi seinen Ursprung in der fernöstlichen Kampfkunst hat, stammt das Qi Gong aus der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Bis auf den Hintergrund und die besondere Denkweise ähneln sie sich in ihrer Bewegungsart. Beide Techniken arbeiten mit sehr langsamen, fließenden und gleichmäßigen Bewegungen fast im Zeitlupentempo. Ziel der Entspannung ist, das Chi (unsere Lebensenergie) besser fließen zu lassen. Dadurch werden unsere gesamte Durchblutung und das Herz-Kreislauf-System angeregt.

